Andreas Heuser und Kioomars in Musayyebi werden am 26. Oktober in der Wickeder Johannes-Kirche spielen. Sie sind Teil des "Jazzfestival am Hellweg". © Jazzfestival am Hellweg
Jazzfestival

Festival kommt wieder nach Dortmund – es ist das größte seiner Art in Westfalen

Bereits zum viertel Mal richtet das ein besonderes Jazzfestival Konzerte unter anderem in Dortmund aus. Dabei sollen vor allem die besonderen Orte für eine einzigartige Atmosphäre sorgen.

Das größte Jazz-Festival seiner Art in Westfalen kommt wieder auch nach Dortmund: „Jazz am Hellweg“. Und in Dortmund sollen die Konzerte unter anderem erneut in Kirchen stattfinden.

Jazzmusik in Kirchen? „Viele fragen sich erstmal, ob das funktionieren kann“, sagt Tong Rosiepen, ehemaliger Brackeler Pfarrer. Bereits in der Vergangenheit richtete das Festival Konzerte in Dortmunder Kirchen aus.

Besucher, die dem Jazz-Konzert in der Kirche mit einer anfänglichen Skepsis begegnet seien, „waren hinterher völlig begeistert“, sagt Rosiepen aber.

Vom 19. September bis 27. Dezember treten mitunter bekannte Jazzmusiker im Rahmen des Jazzfestivals auf. „Take 5- Das Jazzfestival am Hellweg“ – so heißt das im zwei Jahres-Rhythmus stattfindende Festival entlang der ehemaligen Handelsstraße „Hellweg“ komplett.

Drei der 55 Konzerte finden in Dortmund statt

Dabei werden in diesem Jahr in 18 Städten an 30 Locations 55 Konzerte gespielt. Bereits zum viertel Mal auch entlang des Dortmunder Hellwegs.

In Dortmund stehen Termine am 26.10. in Wickede, am 9.11. in Brackel und am 30.11. in Asseln an. Das besondere dabei: In Wickede und Asseln wird in Kirchen gespielt – in Brackel im Arent-Rupe-Haus.

Dass in den besonderen Räumen in Dortmund gespielt wird, ist Rosiepen zu verdanken. 2015 sei ihm die Idee gekommen, dass man das Jazzfestival doch ausweiten könnte.

„Die Kirchen stehen ja sonst eh meistens leer“, sagt Rosiepen, der als Vermittler zwischen den Kirchengemeinden, dem Festival-Veranstalter und den Musikern fungiert. „Wir wollten die Kirchen nicht nur sonntags der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.“

Kirchen sorgen für einzigartige Atmosphäre

Die Musik würde dort außerdem einen „ganz besonderen Klang“ bekommen. Vor allem die Widersprüchlichkeit von Jazz und Kirche würden für eine einzigartige Atmosphäre sorgen.

„Die Räumlichkeiten stecken an und wirken sich auf die Musiker aus“, sagt Tong Rosiepen außerdem. Kirchengebäude würden eine besondere Kulisse bieten, Ruhe vermitteln und eine spezielle Ausstrahlung besitzen, sagt er. Während seiner aktiven Zeit als Pfarrer habe er sich stets das Ziel gesetzt, neben der Kirchenmusik weitere Genres in seine Kirchen zu locken.

Konzerte im Oktober und November in Dortmund

Beim Konzert in Wickede wird in der Johannes-Kirche gespielt, „Kioomars Musayyebi und Andreas Heuer“ treten dort um 19 Uhr auf. 30 Zuschauer sind zugelassen.

In Brackel, ebenfalls ab 19 Uhr, spielt das „Alfred M. Sicking Quintett“ vor bis zu 90 Jazz-Fans. In der Luther-Kirche in Asseln gibt es das „BBS Hardbop Trio: Bergmann, Bär, Siehoff“ auf die Ohren – für 200 Personen ab 19 Uhr. Eintritt kostet pro Konzert zehn Euro. Vorverkaufskarten gibt es bei „Dreesen-Lesen“ und im „Haus Beckhoff“ in Brackel.

Zutritt zu den Jazz-Konzerten erfolgt unter der 3G-Regel. Das Corona-Hygienekonzept kann allerdings situativ angepasst werden. Außerdem werden die Orte nicht voll ausgelastet werden.

Ob auch Festival-Schirmherr Götz Alsmann bei den Konzerten in Dortmund anwesend sein wird, kann Tong Rosiepen nicht einschätzen – er rechne allerdings nicht mit einem Erscheinen des ehemaligen „Zimmer frei“-Moderators.

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