Auf dieser momentan noch landwirtschaftlich genutzen Fläche an der Ecke Flughafenstraße/Hostedder Straße soll die neue Feuerwache entstehen. © Andreas Schröter
Neue Wache

Feuerwehr plant neue Wache in Hostedde – Bürgerwiderstand regt sich

Die Feuerwache an der Flughafenstraße 471 wird zu klein für künftige Anforderungen. Ein neuer Standort ist auch bereits auserkoren worden. Dagegen regt sich nun Widerstand.

Die Feuerwehr möchte ihre Rettungswache 6 – Scharnhorst – erweitern. Grund sind Verschärfungen im Brandschutz- und Rettungsdienstbedarfsplan der Stadt: So sollen die Feuerwachen zum Beispiel künftig auch Rettungswachen sein und sie sollen ihre Einsatzorte schneller erreichen können.

Da am bisherigen Standort der Wache an der Flughafenstraße 471 keine Möglichkeit der Erweiterung bestehe, soll eine neue Wache auf einer etwa 2,3 Hektar großen städtischen Fläche im Bereich der Flughafenstraße/ Ecke Hostedder Straße in Hostedde errichtet werden, so heißt es in einer entsprechenden Verwaltungsvorlage der Stadt, die den politischen Gremien bereits vorlag.

Auch ein Hubschrauberlandeplatz ist dort geplant. Und die aktuell vom DRK betriebene Rettungswache 16 an der Droote soll ebenfalls nach Hostedde ziehen. An der Droote fehle es an ausreichenden Sozial- und Funktionsräumen sowie an überdachten Stellplätzen für Rettungsmittel.

Flächennutzungs- und Bebauungsplan müssen geändert werden

Um all das zu realisieren, müssen der Flächennutzungsplan und ein Bebauungsplan geändert werden. Das Verfahren dazu läuft. Die entsprechende Fläche wird derzeit landwirtschaftlich genutzt und ist im Flächennutzungsplan als Grünfläche für die naturnahe Entwicklung vorgesehen.

Im Bebauungsplan Scha 115 – Bezirksfriedhof Derne – ist der Bereich hauptsächlich als mögliche Erweiterung für den angrenzenden Friedhof Scharnhorst vorgesehen. Es habe sich jedoch herausgestellt, so die Verwaltung, dass dieser Bereich für die Friedhoferweiterung nicht mehr benötigt wird.

Die alte Feuerwache an der Flughafenstraße 471 ist auf Dauer zu klein
Die alte Feuerwache an der Flughafenstraße 471 ist auf Dauer zu klein. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Bei einer städtischen Vorplanung machte das Grundstück das Rennen gegenüber dem Grundstück „Im Schnippel“ südlich der Leveringstraße, der Fläche Flughafenstraße 512 – das ist der Abenteuerspielplatz – und aktuell noch unbebauten, zwischenzeitlich aber vermarkteten Flächen auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Scharnhorst.

Das nun anvisierte Grundstück habe zwar Nachteile in puncto Freiraum und Umweltfragen – aber es liege verkehrstechnisch günstig an einer Kreuzung, für die ein Kreisel geplant ist. Die lärmintensiven Nutzungen der Feuer- und Rettungswache sollen möglichst weit entfernt von der vorhandenen Wohnbebauung westlich der Flughafenstraße und nördlich der Hostedder Straße vorgesehen werden.

Dennoch regt sich nun Widerstand gegen die Pläne: Anwohnerin Sabine Petri sagt: „Da wird wieder wertvoller Boden in Beton umgewandelt.“ Das widerspreche dem Umweltschutzgedanken und störe empfindlich die Tierwelt in diesem Bereich. Hinzu komme die Lautstärke, die für den Bereich demnächst zu erwarten sei, wenn die Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht ausrücken. Sie wünsche sich, dass diese Aspekte Berücksichtigung bei den Planungen finden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
Zur Autorenseite
Andreas Schröter