Aba Flaminio ist Mitinhaberin des Fitnessstudios Athletis in Brackel. Sie und ihr Mann Daniel Flaminio machen schwere Zeiten durch. © Andreas Schröter
Studio „Athletis“

Fitnessstudio-Betreiber berichten von Brand-Folgen – „alles abgewischt“

Erst Corona, dann auch noch ein Brand: Die Betreiber eines Fitnessstudios in Brackel machen momentan schwere Zeiten durch. Immerhin kann nun wieder trainiert werden.

Schreck für Daniel und Aba Flaminio, die Betreiber des Athletis-Fitnessstudios an der Hengsener Straße in Brackel. Am Mittwoch (24.11.) gegen 16.30 Uhr rief ihr Azubi an: „Es brennt“. Er hatte Rauch bemerkt, der aus dem Keller, wo sich die Umkleidekabinen und die Sauna befinden, in den großen Trainingsraum im Erdgeschoss heraufgezogen war.

Grund war ein Kurzschluss im Schaltkasten in der Sauna, der einen Brand ausgelöst hatte. Der Azubi habe in dieser Situation absolut vorbildlich reagiert, sagt Aba Flaminio. Er habe die Feuerwehr alarmiert und die fünf Kunden, die zu dieser Zeit trainierten, nach draußen geleitet. Die Feuerwehr konnte den Brand zügig löschen, sodass außer der Sauna keine anderen Räume oder Geräte des Studios in Mitleidenschaft gezogen wurden.

In der Sauna des Fitnessstudios
In der Sauna des Fitnessstudios „Athletis“ an der Hengsener Straße in Brackel hat es gebrannt. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

„Wir haben alles abgewischt“, sagt Aba Flaminio, „weil sich ein feiner Film auf Geräte und Mobiliar gelegt hatte.“ Aber danach sei alles wieder okay gewesen, sodass das Fitnesstudio bereits am Donnerstag wieder ganz normal öffnen konnte – bis auf die Sauna natürlich, die zerstört ist. Allerdings riecht es bei Athletis momentan noch etwas nach Rauch. „Das wird wohl auch noch einige Zeit so bleiben“, so die Inhaberin. Möglicherweise müsse auch die Damenumkleidekabine neu gestrichen werden.

Studio hat unter der Corona-Krise zu leiden

Der Schaden kommt für die Flaminios zur Unzeit, denn natürlich hat auch ihnen – wie auch anderen Betreibern von Fitnessstudios – die Corona-Zeit mächtig zugesetzt. Seit der Wiedereröffnung nach dem Lockdown im Sommer kommen wesentlich weniger Kunden zum Trainieren als vor der Pandemie. „Die Leute haben einfach Angst“, sagt Aba Flaminio. Außerdem wisse man ja gar nicht, wie alles weitergeht. Möglicherweise komme ja bald der nächste Lockdown. „In einer solchen Zeit schließt doch niemand einen neuen Vertrag ab.“

Viele Mitglieder haben in der Zwischenzeit auch ihren Vertrag gekündigt, aber es gebe auch einige treue Sportsfreunde, die bei der Stange geblieben sind. Sie helfen den Flaminios, wenigstens die laufenden Kosten wie Strom und Miete zu bezahlen. Über die Runden kommen sie nur, weil Daniel Flaminio noch einen anderen Job hat und weil ihnen der Vermieter mit der Miete entgegenkommt.

Nun hoffen sie, dass sie den Schaden in Sachen Sauna von der Versicherung erstattet bekommen. Das Fitnessstudio Athletis hat wochentags von 9 bis 22 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Es gilt die 2G-Regel: Zutritt hat, wer genesen oder geimpft ist. Außer den beiden Inhabern arbeiten noch zwei Festangestellte, zwei Azubis und einige studentische Hilfskräfte bei Athletis. Tel. 0231-253047, E-Mail info@athletis.de, Web: athletis.de

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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