Neuer Job

Fußball: Dortmunder Löwen wollen Trainingsarbeit modernisieren

Früher ließen Fußballtrainer ihre Schützlinge ein paar Runden um den Platz drehen. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Bei den Dortmunder Löwen kümmert sich nun ein Fachmann um Modernisierungen.

Die Dortmunder Löwen – Brackel 61, ein Fußballverein mit Anlage am Brauksweg, haben einen neuen Job kreiert, den Ingo Kuhl (40) übernimmt. Seine Aufgabe: die Trainingsarbeit – vor allem im Jugendbereich – den modernen Entwicklungen im Fußball anpassen.

„Früher ließen die Trainer ihre Leute einfach um den Platz laufen, das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt er. Heute sei es angezeigt, auf die unterschiedlichen Menschen auch unterschiedlich einzugehen. Auch Trainingsspiele wie drei gegen drei oder vier gegen vier gewinnen eine immer größere Bedeutung.

Wichtig dafür sind die neuen Mehrzweckfelder, die der Verein kürzlich eingeweiht hat. Weil dort die Bande mitspielt, habe die ballführende Mannschaft ständig eine Art Überzahlsituation. Wichtig sei zudem, Eins-zu-Eins-Situationen zu schaffen.

Ballsport schon mit 18 Monaten

Auch sollen Kinder schon ab 18 Monaten an den Ballsport herangeführt werden. Dabei gehe es dann natürlich nicht nur ums Fußballspielen, sondern einfach um den Umgang mit dem Ball.

Kuhl ist im Besitz der Trainer-C-Lizenz. Der Erwerb der B-Lizenz scheiterte bisher am Corona-Lockdown. Im Jahr 2018 erlitt er während einer Veranstaltung auf dem Platz der Dortmunder Löwen einen schweren Herzinfarkt. Anwesende – allen voran Paul Collin – begannen mit der Reanimation und retteten ihn letztlich.