In den letzten Wochen wurde das Gelände der Kita Kinderland und der Hellweg Grundschule sehr oft vermüllt. © Petra Stoltefuss
Müll, Lärm, Sachbeschädigung

Gruppe von Jugendlichen terrorisiert Kita und Grundschule in Asseln

Auf dem Gelände der Kita Kinderland und der Hellweg-Grundschule gibt es seit Jahren ein Müllproblem, nun hat es sich aber massiv verschärft. Die Kita-Leitung kritisiert Rücksichtslosigkeit.

Seit Jahren schon gibt es ein Problem mit Vermüllung auf dem Gelände der Kita Kinderland und der Hellweg-Grundschule. Nicht von den Einrichtungen selbst stammt der Müll, sondern von einer Gruppe Jugendlicher, die das Gelände abends anscheinend gerne zum Feiern und Abhängen nutzt.

Gerade seit den diesjährigen Sommerferien hätte sich das Problem aber nochmal verschlimmert, meint Kita-Leiterin Petra Stoltefuss. Auch zu mehreren Sachbeschädigungen sei es auf dem Gelände gekommen, weshalb bereits mehrere Anzeigen bei der Polizei erstattet worden seien.

Die Vermüllung ist nicht das einzige Problem

Doch das Problem geht noch über die Vermüllung des Geländes hinaus. Petra Stoltefuss habe bereits öfter eine „Bande von bis zu 20 Jugendlichen beobachtet, die sich am Asselner Hellweg treffen“ und dann das Kita- und Schulgelände zum Abhängen und Grillen nutzen würden. Die Gruppe sei respektlos und auf Konfrontationskurs, habe Schüler und deren Eltern „weggeschickt, angepöbelt und sogar einen Schüler bespuckt“.

Fast täglich räumen Mitarbeiter der Kita und der Hellweg Grundschule den hinterlassenen Müll vom Gelände auf. © Petra Stoltefuss © Petra Stoltefuss

„Es gibt vor Ort wohl eine Gruppe von 10 bis 15 Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren“, erklärt Polizeisprecherin Nina Kupferschmidt. „Seit einem Monat fällt uns die Gruppe bereits auf.“ Bei der Polizei seien des Öfteren Anrufe wegen Lärmbelästigung eingegangen. Daraufhin hätten Beamte mehrmals die Personalien aufgenommen, Platzverweise erteilt und die Kinder und Jugendlichen ihren Eltern übergeben.

Auch zu Körperverletzungsdelikten sei es innerhalb der Gruppe gekommen. Laut Kupferschmidt steht die Polizei im engen Austausch mit Schulleitung, Bezirksdienst und Jugendamt. Offenbar vergeblich versucht sie, Herr der Lage zu werden.

Ein Lösungsansatz wurde gefunden

„In der letzten Woche gab es einen Ortstermin mit Beteiligung der Stadt Dortmund, dem Schulverwaltungsamt, Kita und Grundschule“, sagt Petra Stoltefuss. Eine Umzäunung des Geländes sei nun beantragt. Stoltefuss meint, dass die Polizei zurzeit bereits häufiger das Gelände kontrolliere, „sodass es nach dem letzten Wochenende etwas besser aussah“.

Auf Anfrage dieser Redaktion bestätigt Stadtsprecher Christian Schön, dass es Pläne für den Bau eines zwei Meter hohen Zauns gebe. „Zu den Zäunen würden auch Tor-Anlagen gehören. Mit der Feuerwehr müssten dann die Zugangsbreiten, also die Breite der Tore, abgestimmt werden“, so Schön.

Erforderlich für das Vorhaben wären 200 Meter Zaun. Nach erster Schätzung des Grünflächenamtes entstünden Kosten von etwa 50.000 Euro. Wann der Zaun dann gebaut werden kann, ist laut Schön zeitlich noch nicht benennbar.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
2002 in Bochum geboren, aufgewachsen in Dortmund, BVB-Fan. Seit dem Abitur 2020 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten unterwegs. Immer auf der Suche nach guten Geschichten am Puls der Stadt.
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