Anja Gehrke, Jugendleiterin beim FV Scharnhorst, hofft auf eine baldige Sanierung des Sportplatzes am Buschei. © Andreas Schröter
Viel Geld fließt

Millionen-Antrag: Scharnhorster dürfen auf modernen „Sportpark Buschei“ hoffen

Schlicht marode sind der Fußballplatz von FV Scharnhorst und die Sportanlagen zwischen der Gesamtschule und diesem Gelände. Die Stadt will nun Geld in die Hand nehmen, um das zu ändern.

Das freut vor allem die Mitglieder des Fußballvereins FV Scharnhorst – aber nicht nur die: Die Stadt Dortmund will kräftig in die sportliche Infrastruktur in Scharnhorst-Ost investieren. In den nächsten fünf bis sechs Jahren sollen rund 16 Millionen Euro in verschiedene Projekte investiert werden.

Der Verwaltungsvorstand gab in seiner Sitzung am Dienstag (14.9.) eine entsprechende Vorlage zur Abstimmung in die politischen Gremien. Die Bezirksvertretung Scharnhorst beispielsweise wird sich in ihrer November-Sitzung damit befassen.

Geplant sind in einem ersten Schritt neue Multisportfelder für Schule und Freizeit, Anlagen für Sprint-, Wurf- und Sprungdisziplinen, eine 200-Meter-Rundlaufstrecke mit Kleinspielfeld und ein neuer Kunstrasenfußballplatz mit Umkleidegebäude.

Auch der FV Scharnhorst und das gesamte Umfeld würden von dem Projekt zur Umgestaltung der Fläche bis hin zur Gesamtschule Schanhorst profitieren
Auch der FV Scharnhorst und das gesamte Umfeld würden von dem Projekt zur Umgestaltung der Fläche bis hin zur Gesamtschule Scharnhorst profitieren. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Für Senioren ebenso wie für Kinder und Jugendliche vorgesehen sind Sport- und Bewegungsflächen für Calisthenics, also Anlagen fürs Training mit dem eigenen Körpergewicht, ebenso wie ein Bouleplatz, Fitness-Gelegenheiten oder ein Skaterpark mit Pumptrack. Eine große Naturlaufbahn soll das Angebot abrunden. Alle Sportstätten sollen die Anforderungen der Inklusion erfüllen.

Zwei Freilufthallen geplant

Zwei Freilufthallen über den Multispielfeldern könnten eine nahezu witterungsunabhängige, ganzjährige Nutzung möglich machen. Zunächst sollen einige Schul- und Freizeitsportflächen angegangen werden. Dafür stehen 300.000 Euro aus dem Programm „Gute Schule 2020“ zur Verfügung, die durch Investitionen der Sport- und Freizeitbetriebe in Höhe von rund 770.000 Euro ergänzt werden. Die Arbeiten dafür sollen unabhängig von den sonstigen Planungen im kommenden Jahr beginnen.

Auf den Sportflächen zwischen Gesamtschule und Sportplatz wellt sich der Belag derartig, dass eine Nutzung nicht mehr möglich ist
Auf den Sportflächen zwischen Gesamtschule und Sportplatz wellt sich der Belag derartig, dass eine Nutzung nicht mehr möglich ist. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Zum Hintergrund: Ende 2016 hatte der Rat den Antrag des Fußballclubs FV Scharnhorst abgelehnt, den Sportplatz Buschei in einen Kunstrasenplatz umzubauen. In der Folge gab es viele Gespräche zu der Frage, welche Bevölkerungsgruppen im Stadtteil welche Sportgelegenheiten benötigen. Auch die Bezirksvertretung Scharnhorst hat sich in dieser Frage engagiert.

Arbeitsgruppe „Sportbewegter Sozialraum Scharnhorst-Ost“

Auf Grundlage der Ergebnisse der Befragungen zum Sportverhalten in Dortmund im Jahr 2019 wurde eine Arbeitsgruppe „Sportbewegter Sozialraum Scharnhorst-Ost“ ins Leben gerufen.

Nach einer Bestandsaufnahme und einer Befragung der Vereine, Schulen und Kitas wurden die Ergebnisse in jeweils zwei Treffen dreier Unterarbeitsgruppen („Netzwerke und Kooperationen“, „Angebots- und Organisationsstruktur“ sowie „Sportinfrastruktur“) diskutiert. Zur möglichen Entwicklung des großen Sportgeländes „Buschei“ legte der Gutachter eine erste Ideenskizze vor, die Angebote für alle Nutzer bereithält: Schule, Vereine, Senioren, Jugend und Kinder.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter