Abenteuerspielplatz

Nach Spielplatzbrand in Scharnhorst: Aufräumarbeiten haben begonnen

Es war ein Schock, als in der Nacht zum 27. Juli die beliebte Werkzeugausgabe und Schmiede auf dem Abenteuerspielplatz Scharnhorst abbrannten. Doch nun geht der Blick nach vorne.

Die Abbruch- und Aufräumarbeiten auf dem Abenteuerspielplatz Scharnhorst haben begonnen. Wie berichtet haben Unbekannte in der Nacht zum 27. Juli durch Brandstiftung die Werkzeugausgabe, die Schmiede und einen benachbarten Lagercontainer vollständig zerstört.

Für die Kinder, die den Abenteuerspielplatz nutzen, war gerade diese Stelle ein beliebter Anlaufpunkt. Dort gab‘s nicht nur Werkzeug, es wurde auch gemeinsam gebastelt, gesägt, geschmiedet und gepinselt – und das im Trockenen in der Hütte oder unter den Dächern.

Organisiert vom Verein BB4U und mit Hilfe der Firma Prümer aus Lünen werden nun die Reste des Brandes und der betroffenen Gebäudeteile entfernt, es wird alles gereinigt und für den schnellen Wiederaufbau vorbereitet.

Alle Beteiligten sind sich einig: Es muss einen Wiederaufbau für die pädagogischen Angebote der Einrichtung an der Flughafenstraße geben. Das hatte auch Oberbürgermeister Thomas Westphal bei einem Besuch des Abenteuerspielplatzes vor einigen Wochen so gesehen.

Viele Firmen beteiligen sich am Wiederaufbau

Regina Bieber vom Verein BB4U kündigte bereits ihre erneute Unterstützung mit den in der Vergangenheit beteiligten Firmen Signal Iduna, Firma Rundholz, Firma Meiko, Bedachungen Weller-Burmann und Elektro Kocher an. Das Gebäude und die Schmiede sowie Lager und Container werden wieder hergestellt.

Und wenn ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion in der Sitzung am Dienstag (14.9.) eine Mehrheit findet, unterstützt auch die Bezirksvertretung Scharnhorst den Wiederaufbau mit 20.000 Euro.

Regina Bieber und ihr Verein waren es auch, die das Gebäudeensemble, in deren Zentrum eine Garage aus Beton stand, 2017 aufgebaut hatten. Diese Betongarage kann gerettet werden. Alles drumherum muss neu errichtet werden.

Die Polizei geht davon aus, dass die Täter auch Brandbeschleuniger benutzt haben. Andernfalls hätte das Feuer wohl nicht in so kurzer Zeit so verheerend wüten können. Auf insgesamt 145.000 Euro schätzt Bieber den Wert dessen, was jetzt verbrannt ist.

Sie wollen sich um die Dortmunder Jugend kümmern

BB4U – das sind die Architektin Regina Bieber und die Dachdeckermeisterin Nicola Weller-Burmann – zwei Dortmunder Unternehmerinnen mit Netzwerk, die zusammen für die Dortmunder Jugendlichen planen, selbst mit anpacken und helfen wollen, wo es klemmt, Geld fehlt und Innovation nötig ist.

Auf der Preisverleihung zum Dortmunder Wirtschaftspreis 2015 haben sich die beiden kennengelernt und sofort sympathisch gefunden. Ihr Ziel seither: sich mit einem ganzen Netzwerk an Unternehmen um die Dortmunder Jugend kümmern, speziell um die Jugendfreitzeitanlagen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter