Schutz vor Hochwasser: Eine Straße im Dortmunder Osten ist nun sicherer

Redakteur
Die SPD-Politiker Friedhelm Sohn, Nadja Lüders und Dirk Sanke unternahmen am Donnerstag (10.3.) einen Spaziergang durchs Wickeder Ostholz, um sich die (Wasser-)Situation vor Ort anzusehen
Die SPD-Politiker Friedhelm Sohn, Nadja Lüders und Dirk Sanke unternahmen am Donnerstag (10.3.) einen Spaziergang durchs Wickeder Ostholz, um sich die (Wasser-)Situation vor Ort anzusehen. © Andreas Schröter
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Gute Nachrichten für Heinz Möllmann und alle anderen Anwohner des Bereichs Baedekerstraße in Wickede, die vom Hochwasser im Juli betroffen waren und die einen besseren Schutz davor fordern: Nach Angaben von SPD-Bezirksvertreter Dirk Sanke hat die Stadt den Zufluss vom Wickeder Ostholz in das öffentliche Kanalnetz unter der Baedekerstraße unterbunden, sodass zumindest von dort kein Wasser mehr nachfließen kann.

Unter anderem der Zufluss des Oberflächenwassers aus dem Waldgebiet hatte im Juli zur Folge, dass das ohnehin knapp dimensionierte Kanalnetz überfloss und sich das Wasser in die Keller ergoss – und dort zum Beispiel im Haus von Heinz Möllmann in einer Kellerbar erheblichen Schaden zuführte.

Graben ist weiter ausgebuddelt worden

Damit sich das Wasser im Wickeder Ostholz, dem nun dieser Abfluss fehlt, aber nicht allzu weit ausdehnen kann, hat die Stadt zusätzlich einen ohnehin schon vorhandenen Graben weiter ausgebuddelt, in dem sich das Wasser künftig sammeln kann. Laut Sanke handelt es sich um ein Gebiet, das noch unterirdische Stollen aus dem Kohlebergbau aufweist und in dem ohnehin weitere Bergsenkungen möglich seien, sodass sich ein solcher Graben auch weiter vertiefen könne.

An dieser Stelle hat die Stadt einen Zufluss zum Kanalnetz unter der Baedeckerstraße abgesperrt, sodass das Wasser aus dem Wickeder Ostholz nicht mehr ins öffentliche Kanalnetz fließen kann
An dieser Stelle hat die Stadt einen Zufluss zum Kanalnetz unter der Baedeckerstraße abgesperrt, sodass das Wasser aus dem Wickeder Ostholz nicht mehr ins öffentliche Kanalnetz fließen kann. © Andreas Schröter

Dass es dadurch im Wickeder Ostholz demnächst mehr Wasser geben wird, hält Sanke für nicht dramatisch. So ergebe sich eine reizvolle Auenlandschaft. Ohnehin gibt es in diesem Gebiet einen hohen Grundwasserstand, der auch früher schon dafür gesorgt hat, dass sich kleine Seenlandschaften gebildet haben. Zur Erinnerung: Auch der nun als landschaftlich schön empfundene Pleckenbrinksee ist vor Jahren nur deshalb entstanden, weil Pumpen ausgefallen und nicht wieder angestellt worden waren.

Auch Hauseigentümer haben Pflichten

SPD-Mitglied Friedhelm Sohn, der am Donnerstag (10.3.) gemeinsam mit der SPD-Landtagsabgeordneten Nadja Lüders und Dirk Sanke einen Spaziergang im Ostholz unternahm, merkte an, dass nach wie vor auch die Hauseigentümer selbst für ihren Hochwasserschutz verantwortlich sind. Gemeint sind hier vor allem die Rückstauklappen, die verhindern, dass Wasser aus der Kanalisation zum Beispiel durch die Toiletten in die Häuser fließen kann.

Ohnehin bleibt das Thema „Hochwasserschutz“ weiter aktuell im Stadtbezirk Brackel. So fordert die Bezirksvertretung auf SPD-Antrag eine Überprüfung, ob

kurzfristig auf öffentlichen und privaten Flächen Regenrückhaltebecken sowie

Staukanäle angelegt beziehungsweise erweitert werden können. Ein Volllaufen der vorhandenen Kanalisation soll so verhindert werden.

In diesen Themenkomplex fällt auch ein Antrag der Grünen, der eine Mehrheit fand, auf eine Entwässerungsrinne für den Verbindungsweg zwischen Kahle Hege und Aplerbecker Straße.