Susanne Klamor ärgert sich über die Verhältnisse an der Lindenhorster Straße. Im Hintergrund ist ein nicht angemeldeter schwarzer Bully zu erkennen. © Andreas Schröter
Verkehrsproblem in Lindenhorst

Unangemeldete Autos versperren Gehwege an Dortmunds „Schrottallee“

Über die Verhältnisse an Lindenhorster Straße und Fürst-Hardenberg-Allee ärgern sich Politiker und Anwohner seit Langem. Nun meldet sich eine weitere Anwohnerin zu Wort.

Susanne Klamor, die an der Lindenhorster Straße 102 einen Baumaschinen-Mietservice betreibt, hat sich in der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung Eving über die Verhältnisse in ihrer Straße beklagt. Vor allem die Parksituation sei unhaltbar.

Die vielen Autohändler und Autoreparatur-Werkstätten würden dort wild ihre nicht angemeldeten Fahrzeuge auf den Gehweg stellen. Rollstuhlfahrer müssen auf der Straße fahren, weil sie auf dem Gehweg keinen Platz mehr haben. Alles in allem sei das ein unhaltbarer Zustand.

„Von der Stadt im Stich gelassen“

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Gabi Hammacher antwortete der Anwohnerin: „Ich kann Sie voll und ganz verstehen. Wir drängen seit 2016 darauf, dass hier der Bebauungsplan eingehalten wird. Wir fühlen uns von der Stadt im Stich gelassen.“

Gemeint ist damit: Der Bebauungsplan Ev124 erlaubt in diesem Bereich lediglich Betriebe des Kfz-Handwerks, nicht aber Autohändler. Nach Ansicht der Sozialdemokraten handelt es sich aber bei einer Vielzahl der Betriebe eben doch um Autohändler.

Erst in der Doppelsitzung im Juni hatte die SPD dazu einen Antrag gestellt – allerdings bezogen auf die benachbarte Fürst-Hardenberg-Allee, die quasi die Verlängerung der Lindenhorster Straße darstellt und für die dasselbe Problem gilt. Mittlerweile heiße die Straße im Volksmund nur noch „Schrottallee“.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter