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Bezirksliga-Sammler

Alle Dortmunder Bezirksliga-Spiele mit Trainerstimmen im Überblick – ein Team thront über allen

In der Bezirksliga 8 marschiert ein Team vorne weg, Westfalia Huckarde setzt sich oben fest und Kemminghausen kommt immer mehr in Form. Der Überblick in den Bezirksligen.

In den beiden Bezirksligen 8 und 9 dominieren aktuell die Dortmunder Teams. Auf Rang eins liegen aktuell der VfR Sölde und Mengede 08/20. Weitere Dortmunder Mannschaften liegen in Lauerstellung.

Bezirksliga 8

VfR Sölde – ETuS/DJK Schwerte 7:0 (3:0) – Der VfR Sölde thront über allem. Siebter Sieg im siebten Spiel. Und das Team von Marco Nagel präsentiert sich wie ein echtes Spitzenteam. Keine gute Leistung, aber ohne Probleme die drei Punkte zu Hause behalten. „Es macht wirklich viel Spaß. Die Freude ist da, der Zusammenhalt ist da. Das macht halt richtig Spaß“, sagt Nagel, der ein knappes, aber zufriedenes Fazit zog: „Auch mal wirklich schlecht spielen, sieben Tore machen und den Mund abputzen.“

Sölde: Preuß – Hutmacher (46. Holtze), Mar. Koschinski, Meißner, Simoes Dos Santos (46. Mau. Koschinski) – Dölling, Ketheeswaran (65. Raitzig), Wilhelm – Garando, Aksoy (56. Müller), Meißner

Tore: 1:0 Garando (11.), 2:0 Hutmacher (23.), 3:0 Aksoy (34.), 4:0 Garando (62.), 5:0 Mau. Koschinski (76.), 6:0 Holtze (81.), 7:0 Müller (89.)


ASC 09 Dortmund II – Lüner SV II 3:0 (2:0) – Im Duell der Zweitvertretungen hat die ASC-Reserve einen Pflicht-Sieg errungen. „Zu Beginn war es von uns sehr konzentriert, nach dem 2:0 war aber ein Stück weit die Luft raus“, sagte Aplerbecks Spielertrainer Tim Schwarz. „Es war dann nicht mehr die Zielstrebigkeit da“, so Schwarz, was sich auf den Verlauf der Partie ausgewirkt hat. Ein Sonderlob gab es für Cedric Steffen Mielsch, der mit einem schönen Freistoßtreffer (6.) das 1:0 erzielte. Der ASC dockt durch den Erfolg in der Spitzengruppe an (Platz vier, 14 Punkte) und hat einen starken Saisonstart hinter sich.

ASC II: Altfeld – Wrobel, Martinek, Mielsch (74. Benali), Hövel (66. Venhuis), Gutierrez Blanco, Myakotin, Belkezzi, Rotgang (66. Raifekerschte), Giering, Adams (70. Buderus)

Tore: 1:0 Mielsch (6.), 2:0 Hövel (33.), 3:0 Raifekerschte (72.)


SSV Mühlhausen-Uelzen – DJK TuS Körne 1:1 (1:0) – Stark erkämpfter Punkt des DJK TuS Körne. „Wir sind sehr zufrieden – auch mit der Einstellung“, sagte Körnes Trainer Jerome Grunewald, der den fehlenden Dominik Grobe vertrat. „Das macht mich stolz, wie wir aufgetreten sind, denn bisher war der Wurm drin. Das war ein Super-Fußballspiel.“ Zwar führte Mühlhausen-Uelzen zur Halbzeit mit 1:0 durch einen Treffer von Bezirksliga-Torjäger Ibrahim Camara (20./ 10. Saisontor), doch in der zweiten Halbzeit kam Körne besser in Schwung und erzielte den Ausgleich durch John Paul Hiltenkamp (58.). Zwar rannten die Gastgeber im Anschluss an, doch Körne-Schlussmann Niklas Klick parierte zwei Mal glänzend und sicherte so den Punkt.

Körne: Klick – Brüggemann, Brach, Hamdoun, Hiltenkamp, O‘Reilly (90. Lammers), Marx (90. Lümkemann), Müller (80. Röben), Strelau (64. Reckers), Piontek, Ferreira

Tore: 1:0 Camara (20.), 1:1 Hiltenkamp (58.)

Kämpfte sich stark zurück: der DJK TuS Körne. © Schürmann © Schürmann

TuS Hannibal – BW Alstedde 2:1 (0:1) – Drei weitere wichtige Punkte für den TuS Hannibal im Aufstiegsrennen und der Sprung auf den zweiten Platz. Zwar lag das Team von Hamsa Berro durch einen Treffer von Ex-Profi Tim Hermes (27.) hinten, drehte das Spiel aber im zweiten Durchgang mit zwei Toren innerhalb von drei Minuten. „Es war eine enge Kiste. Wir hätten das Spiel frühzeitiger entscheiden müssen und mussten bis zum Ende zittern“, sagte Hannibal-Coach Hamsa Berro.

Hannibal: Yilmaz – Boulila, Haziri, Lepinski, Ucar, Najdi, Hamdaoui, Cildir, Ribeiro (51. Amhaouach), Kaya, I. Berro

Tore: 0:1 Hermes (27.), 1:1 Najdi (51.), 2:1 Ucar (54.)


Bezirksliga 9

BG Schwerin – RW Germania 3:6 (1:2) – Der Coach bemühte sich selbst, um den Spielbericht schnell nach dem Abpfiff durchzugeben. Die Stimme des sonst eher ruhigeren Parts des Gespanns Schwarz/Dennis Rensmann überschlug sich nahezu: „Wir hätten 8:0 gewinnen können. Ja, ja, das Ergebnis ist ja gut. Wir kommen in die Spur. Wir belohnen uns. Und das gegen einen echt starken Gegner.“

RW gewann auch, weil Maurice Schumann dreimal (0:1: 6., 0:2: 31. und 2:5: 65.) und Raphael Meißner zweimal (1:3: 51. und 2:4: 58.) in Torlaune waren. Auch Yannik Tielker traf mit dem Schlusspunkt, dem 6:3 (82.). Die Gegentreffer störten den Coach nicht: „Wir hatten das Spiel im Griff.“

RW Germania: Leppert – Kücükaycan, Schwarz, Staudinger, Lavrenz – Schumann (87. Obi), Meißner, Avci (87. Chrobok), Werkmeister (70. Ben Achour) – Najdi (80. Herzog), Tielker

Tore: 0:1 Schumann (6.), 0:2 Schumann (31.), 1:2 El-Lahib (37.), 1:3 Meißner (51.), 2:3 Wagner (57., Elfmeter), 2:4 Meißner (58.), 2:5 Schumann (65.), 3:5 Wissing (74.), 3:6 Tielker (82.)


TuS Eichlinghofen – Viktoria Kirchderne 2:3 (2:0) – So langsam müssen sie in Eichlinghofen von einer Krise reden. Das Team, das sich vielleicht nicht im oberen Bereich gesehen hatte, verliert langsam das Mittelfeld aus den Augen. Da hatten sie schon reingewollt. Grund genug für Marc Neul, den Coach, zu betonen, dass „alle im Verein Ruhe bewahren, aber trotzdem schnell etwas passieren muss.“ Neul will Anfang der Woche klären, wie sein TuS „sofort“ die personelle Misere, die er für die Talfahrt verantwortlich macht, überwinden könnte. „Wir müssten Leute aus der Zweiten hochziehen.“ Auch das Derby habe wieder gezeigt, dass „wir auf dem Zahnfleisch gehen“. Eichlinghofen führte sogar durch Dustin Maranca (8.) und Stefan Schreiber (45.). Nach der Pause aber ging dem TuS die Puste aus.

Viktoria nahm das Nachlassen der Gastgeber zum Anlass, einen Gang hochzuschalten. Trainer René Tschirner, der einräumte „wir haben die erste Hälfte komplett verpennt“, sah dann eine Steigerung. Dass alle drei Tore aus Standards resultierten, störte den Trainer gar nicht: Egal wie, wir haben ein hartes Stück Arbeit geliefert.“ Erkan Yigit (57.), Miguel Milde (71.) und Benjamin Schulz (79.) standen goldrichtig.

Eichlinghofen: Stahl – Desiderio, Uphues, Verhoeven (55. Risse), Schreiber – Dickehut, Much – Wöhl (74. Pluck), Maranca (27. Scharmann), Niemeyer (85. Scheibelhut) – Voss

Kirchderne: Kube- Milde, Schulz, Fröse (75. Akman), Kekec – Olesch, Türkoglu (86. Kurnaz), Rudek – Kasper, Budde (77. Vom Hofe), Yigit (90. Piastowski)

Tore: 1:0 Maranca (8.), 2:0 Schreiber (45.), 2:1 Yigit (57.), 2:2 Milde (71.), 2:3 Schulz (79.)


Westfalia Huckarde – Union Lüdinghausen 4:1 (2:1) – Da gibt es nichts kleinzureden. Die Westfalia hat nicht nur einfach einen Lauf. Sie setzt sich oben als Tabellenzweiter fest. Und das mit starken Vorstellungen. Besonders Dustin Singh erwischte einen Sahnetag. Er glich nach Rückstand durch Christoph Blesz (12.) aus (17.). Daniel Karunaratna drehte das Spiel früh (23.). Dann schlug Singh erneut zu (58.). Chris Meschede machte alles klar. „Wir hatten noch deutlich mehr Chancen, eine davon vergebe ich frei stehend. Aber egal, das Ergebnis stimmt“, verzieh sich Spielertrainer Mathias Tomaschewski selbst gnädig.

Huckarde: Jung – Leggett (71. Jallow), Schwanenberg, Meschede (75. Efthimiadis), Blunck – Mertin (84. Wagner), Pawelczyk – Karunaratna, Tomaschewski, Echamlali (80. Land) – Singh

Tore: 0:1 Blesz (12.), 1:1 Singh (17.), 2:1 Karunaratna (23.), 3:1 Singh (58.), 4:1 Meschede (69.)


TuS Stockum – FC Roj 3:5 (2:3) – Der FC Roj erholte sich von der Niederlage gegen Mengede 08/20 mit einer offensivstarken Vorstellung. Trainer Jan Ramadan fand: „Wir hätten 17, 18 Tore machen müssen.“ Ein Sonderlob verteilte der Roj-Coach an Yassine Azzou Chantah, der drei Treffer erzielt hatte. Ramadans Fazit: „Wir haben das Mengede-Spiel abgehakt. Nordkirchen hatte ja auch verloren.“

Roj: Mahmud – Bokemueller (60. Kosumi), Aruna, Shaibu, Beouyenzer (81. El Harcchaoui) – Bruno, Ramsey – Lahbitich (59. Tairech), Daruesh – Deniz (82. Ait Hadda), Chantah

Tore: 0:1 Ramsey (17.), 0:2 Chantah, 1:2 Dressel (35.), 1:3 Aruna (44.), 2:3 Mouratidis (45.), 2:4 Chantah (49.), 2:5 Chantah (56.), 3.5 Beouyenzer (65. Eigentor)


Teut. SuS Waltrop – VfL Kemminghausen 1:6 (1:3) – Der Kemminghausen-Zug nimmt immer mehr an Fahrt auf und setzt sich in der Spitzengruppe fest. „Wir waren die überragende Mannschaft“, sagte VfL-Trainer Bülent Kara. „Wir haben super gespielt, hatten viel Ballbesitz und haben verdient gewonnen.“ Zwar sei sein Team noch nicht bei 100 Prozent, aber bereits deutlich weiter als beim Saisonstart. Platz drei in der Tabelle spiegelt das wider.

Kemminghausen: Ayasli – Buyruk, Oscislawski (79. Sharbek), Akbulut, Esen – Marinelli (74. Albayrak), Jallow, Sturtz (76. Demir), Ersoy, Kücükyagci – Kolodzick (70. Abou-Saleh)

Tore: 0:1 Kolodzick (10.), 0:2 Oscislawski (23.), 1:2 Krüger (25.), 1:3 Ersoy (35.), 1:4 Kolodzick (50.), 1:5 Ersoy (70.), 1:6 Abou-Saleh (78.)

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David Nicolas Döring
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Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle