Mengedes Trainer Thomas Gerner muss erstmal auf einen wichtigen Spieler verzichten. © Stephan Schuetze
Fußball-Bezirksliga

Alle Mengeder Spieler jubeln – nur einer leidet nach dem 3:0 gegen BW Huckarde

Mengede 08/20 führt weiterhin die Tabelle der Fußball-Bezirksliga 9 an. Trotzdem schaute am Sonntag nach dem 3:0 gegen BW Huckarde ein Spieler nicht freudig rein.

Schrecksekunde an einem schönen Herbsttag im beschaulichen Volksgarten! Niko Piskorz (23), Torwart von Mengede 08/20, wird das Derby gegen BW Huckarde trotz des aus Mengedes Sicht erfreulichen Ergebnisses (3:0) in weniger schöner Erinnerung behalten.

Er musste verletzt vom Platz. Dass bei ihm die Null stand, aber auch bei seinem Vertreter René Kuck, tröstete ihn kaum. Aber die Aussichten für die Zukunft ließen den Torhüter am Tag danach schon wieder etwas fröhlicher sein, aber nur etwas. Warum, verrät Piskorz im Interview.

Niko Piskorz, natürlich zunächst die Frage: Wie geht es Ihnen heute?

Das Knie tut wirklich sehr weh. Ich kann kaum laufen, obwohl ich heute zur Uni muss. Daher schaffe ich es auch erst morgen zum Arzt. Ich weiß nicht, welche Verletzung ich habe. Aber das geht auch vorbei. Ich bin ja noch jung und will bald wieder auf dem Platz stehen.

Was ist denn passiert? Die Zuschauer verfolgten in dieser Szene eher den Ball, den Kerem Kalan aus der Distanz an den Pfosten setzte. Dann blieben Sie liegen…

Ich weiß es selbst nicht so genau. Ich verstolpere den Ball, dann lupft Kerem, ich falle und überdrehe das Knie.

Oft haben Verletzte ja eine Ahnung, was im Körper passiert ist. Was befürchten Sie, was hoffen Sie vielleicht?

Unser Physio vermutet, das Innenband im Knie könnte überdehnt sein. Ich habe noch keine Erfahrung mit Bänderverletzungen, weiß daher nicht, wie sich ein Riss oder eine Dehnung gewöhnlich anfühlt. Die Leute sagen ja, eine Dehnung schmerze sogar noch mehr. Ich kann nur sagen, dass ich starke Schmerzen habe.

Dabei könnte alles so schön sein. In Mengede läuft es sportlich ja gerade richtig…

Und menschlich auch! Ich fühle mich pudelwohl. Mengede ist mein Heimatverein, ich war zwischendurch drei Jahre in Waltrop. Ich bin sehr glücklich, wieder diesem tollen Verein anzugehören.

Niko Piskorz fällt erstmal aus. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Nur eine Niederlage in Nordkirchen, sonst gewinnt Ihr Team bislang alles. Was macht es aus?

Wir haben Qualität, wir halten zusammen, wir sind alle gerne in Mengede. Die Stimmung ist top. Und das Spiel gegen Nordkirchen mussten wir auch nicht verlieren. Da haben wir uns auch ein wenig selbst geschlagen.

Das Spiel gegen Huckarde am Sonntag, das Sie nicht zu Ende spielen durften, ging verdient an Mengede. Wären Sie ein rundum glücklicher Mensch gewesen, hätten Sie sich nicht verletzt?

Sehr glücklich auf jeden Fall. Wir spielen erneut souverän guten Fußball, leisten uns aber wieder zwischendurch eine Phase ohne Tempo und Spannung. Das sollten wir abstellen. Im Großen und Ganzen war der Sieg verdient.

Wie ist Ihr Verhältnis zu René Kuck?

Super! Wir verstehen uns und wünschen uns gegenseitig nur das Beste. Das ist so, wenn ich spiele. Das wird so sein, wenn René die kommenden Wochen spielt.

Also passiert es nicht, wie mancherorts, wo der eine Keeper auf einen Patzer des anderen hofft?

Auf gar keinen Fall!

Sie haben ja offenbar auch gemeinsame Ziele. Robin Dieckmann erklärte gestern: Wir stehen oben, da wollen wir auch bleiben. Sprach er Ihnen das aus der Seele?

Ja natürlich. Ich denke, wie Robin, dass wir das Potenzial dafür auch haben.