Fußball-Oberliga

ASC 09 kassiert zweite Saisonniederlage – aber trotzdem lobt der Coach sein Team

Der ASC 09 Dortmund hat am Mittwochabend im Nachholspiel gegen Eintracht Rheine seine zweite Niederlage kassiert. Dennoch fand der ASC-Coach lobende Worte für seine Elf.
Der ASC 09 Dortmund, hier mit Jannik Urban (r.), verlor am Mittwochabend gegen Eintracht Rheine. © Schaper

Es sollte nicht sein. Es scheint sich personell derzeit alles gegen den ASC 09 Dortmund zu verschwören. Und dann auch noch ein Nachholspiel während der Woche. Der unter diesen Bedingungen beachtliche Kraftakt im zweiten Abschnitt fand am Mittwochabend nicht den verdienten Lohn. Das 0:1 (0:0) durch Fabian Keralaj (50.) entschied das Duell der Mittelfeld-Tabellennachbarn in der Fußball-Oberliga zu Gunsten des FCE Rheine.

„Wir machen einen Fehler“, kommentierte Trainer Antonios Kotziampassis. „Aber kämpferisch war das gut. Wir hatten Chancen. Mehr ist aber auch derzeit nicht drin. Die Mannschaft hat sich gut präsentiert.“

Dem stimmten die Zuschauer an der Schweizer Allee zu. Denn die Aplerbecker machten das nahezu Beste aus der beinahe prekären personellen Situation. Ihnen fiel es dann zunächst schwer, Druck zu entwickeln. Die einzige Spitze im 4-2-3-1, Maximilian Podehl, hing erst etwas in der Luft. Aber das war an diesem Abend auch nicht die oberste Prämisse, voll auf Risiko zu gehen.

Die Ordnung um den kampfstarken Sechser Marcel Münzel hielt bis auf eine kurze Phase Mitte der ersten Hälfte so gut, dass es nur eine Großchance für Rheine durch Marius Lackmann gab (12.). Der ASC ließ sich öfter durch verunglückte Abstöße von Gästekeeper Nicholas Beermann zu Angriffen einladen. Aber auch nach vorne ging eben nicht viel Zwingendes: Immerhin der Aufsetzer-Versuch vom neben Münzel zweiten Sechser Jannik Urban verbreitete Gefahr (37.).

Dann im zweiten Abschnitt zogen zunächst besonders die Gäste aus dem Münsterland das Tempo an. Und ein langer Ball erreichte Fabian Kerelaj. Dieser vollendete zum eingangs erwähnten 0:1 (50.). Das bedeutete: Aplerbeck war jetzt doch gefordert, mehr nach vorne zu machen. Und auch das zeigte Wirkung: Jetzt kam der jetzt oft gesuchte Podehl zum ersten gefährlichen Abschluss (52.).

Was für den ASC beim Aufrücken erhöhte Alarmbereitschaft hinten bedeutete, hieß für die Zuschauer an der Schweizer Allee: Sie bekamen mehr zu sehen.

Letztendlich aber schafften die Aplerbecker den Spagat zwischen ins offene Messer laufen und hinten die Vorentscheidung zuzulassen gut. Podehl traf die Latte (70.), köpfte vorbei (75.), aber – wie eingangs erwähnt – es sollte nicht sein. Auch nicht, als der eingewechselte Maurice Werlein einen Tick zu spät vor Beermann an den Ball kam (83.).

Es blieb beim knappen Gästeerfolg, weil kurz vor Schluss die Kräfte schwanden und Tim Kallenbach den letzten Versuch in der Nachspielzeit nicht im Tor unterbrachte.

ASC: Held – Stuhldreier, Friedrich, West, da Costa Pereira – Münzel, Urban (80. Weiß) – Dahoud (54. Schmidt), Kallenbach, Franke (71. Werlein) – Podehl

Tor: 0:1 Kerelaj (50.)