Ein Aplerbecker trifft auf seinen Ex-Verein TuS Haltern. © Stephan Schuetze
Fußball-Oberliga

ASC-Spieler trifft auf seinen Ex-Klub, bei dem „kaum noch einer da“ ist

Trotz argem Verletzungspech geht es für den ASC 09 in der Liga weiter. Am Donnerstag trifft man auf den TuS Haltern, den ehemaligen Verein eines Aplerbeckers.

Seit Sommer 2020 steht ein ehemaliger Halterner beim ASC 09 Dortmund unter Vertrag. Seitdem hat er nur ein Spiel des Dortmunder Oberligisten verpasst – am letzten Spieltag fehlte er krankheitsbedingt. Nach Dortmund gewechselt war er vom ehemaligen Regionalligisten TuS Haltern. Jetzt trifft er mit seinem neuen auf seinen alten Verein.

Tim Kallenbach trifft mit dem ASC auf seinen Ex-Verein

Tim Kallenbach gehe mit „gemischten Gefühlen“ in die Partie gegen Haltern am Sonntag. Immerhin hat er zwei Jahre für den TuS gespielt und dabei 43 Einsätze zu verbuchen. Ganz so besonders werde das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub aber trotzdem nicht. Ein Wiedersehen ist es größtenteils auch gar nicht. „Es ist kaum noch einer da“ aus seiner Zeit, verrät Kallenbach. Vor Beginn der letzten Saison gab es beim TuS Haltern einen großen Umbruch.

Man wandte von dort an das sogenannte „Bilbao-Konzept“ an und setzte nach dem Vorbild des spanischen Fußballvereins fortan überwiegend auf junge Talente. „dadurch haben viele einen neuen Weg gesucht und gefunden“, erklärt Kallenbach. Der 27-Jährige gehört mit seinem Wechsel ebenfalls dazu, was ihm aber fast schon gelegen gekommen sei.

Er habe sich „beruflich verändert“, sei zudem in Dortmund zuhause und habe demnach nun einen kürzeren Weg zur Arbeit und zum Fußball. „Mich hat es deswegen zum ASC geführt“, sagt der zentrale Mittelfeldspieler. Bezug zum TuS Haltern habe er „eigentlich gar nicht mehr. Es war eine schöne Zeit, aber jetzt ist es vorbei und das neue Kapitel beim ASC hat begonnen“.

ASC 09 geht als Tabellensiebter in die Partie

Dennoch ist „die Vorfreude groß“, gegen seinen alten Verein zu spielen sei schließlich immer etwas Spezielles. Und auch das „Trainergespann kennt man noch“, sodass Kallenbach doch auf alte Weggefährten treffen kann. „Die, die noch da sind, auf die freut man sich“, versichert der Aplerbecker. Sein ASC geht am Donnerstag (19.30 Uhr, Emscherstadion. live bei RN.de/dosport) als Tabellensechster gegen den 16. aus Haltern in die Begegnung. Befindet sich der Dortmunder Klub dadurch in der Favoritenrolle?

„Die Tabellenplätze sind egal“, dementiert Kallenbach, „es ist alles dicht an dicht, gerade im Mittelfeld der Tabelle“. Er erwartet Haltern „sehr kämpferisch“ und glaubt, dass sein Ex-Klub über Lautstärke und viele Zweikämpfe das Spiel angehen werde. Dem ASC stehe also keine leichte Aufgabe bevor. Zumal die Dortmunder schon länger vom Verletzungspech verfolgt sind – auch Toptorjäger Maxi Podehl fehlt. Kallenbach ist nach seiner Gelb-Sperre wieder dabei

Doch die Mannschaft des Oberligisten bleibe positiv, erzählt Kallenbach, der die Leistung seiner Mitspieler fast schon bewundert. „Was die Truppe aktuell abreißt, am Sonntag mit 13,14 Verletzten, ist enorm“, lobt er. Der Altersdurchschnitt des Teams läge aufgrund der ganzen „Aushilfen“ „gefühlt bei 17 1/2“, sagt Kallenbach lachend. Er vermutet, viele Leute hätten in den letzten Wochen „mit anderen Ergebnissen gerechnet“.

Durch die akuten Probleme sei die (gesunde) Mannschaft aber „noch näher zusammengerückt“. Man habe von Spiel zu Spiel gemerkt, dass man immer wieder zurückkommen und gemeinsam Siege einfahren könne. Das will der ASC auch am Mittwoch tun, wenn nicht mehr allzu viele Halterner Bekannte von Tim Kallenbach beim TuS auf dem Kunstrasen stehen werden.

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