Borussias Handballerinnen stürmen eindrucksvoll in die European League Traumtore inklusive

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BVB-Jubel: Die Spielerinnen freuten sich über den Einzug in die Gruppenphase. © Ludewig
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Nach einem 43:22 (24:11)-Sieg im Hinspiel am Samstag folgte am Sonntag ein weiteres 31:15 (19:6) gegen die überforderten Gäste vom Balkan. Erfolgreichste Werferin an beiden Tagen war Meret Ossenkopp mit jeweils sieben Treffern. Insgesamt kamen rund 500 Handball-Fans in die Körnig-Halle. Die Endrunde beginnt am 7./8. Januar 2023.

Natürlich waren die BVB-Verantwortlichen trotz des Qualitätsunterschiedes zunächst mal hochzufrieden, diese Hürde eindrucksvoll genommen zu haben. „Wir wussten nicht, wie wir die beiden Spiele innerhalb von 24 Stunden verkraften würden. Es ist nur gut, dass wir Zeleznicar nicht unterschätzt haben“, lobte Abteilungsleiter Rupert Thiele die professionelle Einstellung der Mannschaft.

Wie heißt es so schön: Jedes Spiel muss erstmal gewonnen werden. Das hatte Trainer Henk Groener seinen Schützlingen offenbar gut eingeimpft. An beiden Tagen zeigten die Spielerinnen um Kapitänin Alina Grijseels in der Tat eine professionelle Einstellung gegen einen Gegner, der nie aufgab, manchmal aber ob der Überlegenheit des BVB nicht zu beneiden war.

Groener nutzte die Gelegenheit, um alle Spielerinnen einzusetzen. „Wir wollen progressiv spielen und haben das auch gut umgesetzt, unsere Abwehr stand sehr gut, hat Druck auf die Mitte des Gegners gemacht. Im Angriff haben wir das Spiel breit gemacht, es ging viel über die Außen. Im Rückspiel haben wir dann einige neue Dinge ausprobiert, was auch gut funktioniert hat.“

Außen in Top-Form

Am Samstag sahen die Fans einen BVB, der hochkonzentriert zu Werke ging. Schnell wurde klar. Die Offensive von ZRK Zeleznicar fand keinen Weg durch die gute Abwehr des BVB mit Dana Bleckmann und Emma Olsson im Mittelblock. Den Rest erledigten die beiden Außen Merit Ossenkopp und Zöe Sprengers. Die Gegnerinnen waren schlichtweg überfordert mit dem Tempo des BVB.

Im Rückspiel am Sonntag ließen die Borussinnen den Gegner zunächst mitspielen, dennoch hieß es nach zehn Minuten 6:4. Nur drei Minuten später hatten dreimal Meret Ossenkopp und Kapitänin Alina Grijseels auf 9:4 erhöht. Zeleznicars Trainer Vlada Simicic war sichtlich verzweifelt an der Außenlinie.

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Anna-Lena Hausherr warf im Hinspiel sechs Tore, fehlt im Rückspiel dann aber wegen eines Infekts. © Ludewig

Mit 19:6 ging es in die Pause, die restlichen 30 Minuten waren dann nur noch Formsache. Die Zuschauer sahen dennoch eine Partie mit einigen schönen Spielzügen. Und bemerkenswerten Toren. Wie zum Beispiel der Rückraumtreffer von Frida Rønning in der 53. Minute zum 27:15. Am Ende hieß es 31:15 für den BVB durch den siebten Treffer von Meret Ossenkopp.

„Jetzt blicken wir auf die Gruppenphase. Das Erreichen war unser großes Ziel“, freute sich Kapitän Alina Grijseels nach der Partie, in der Lena Hausherr wegen eines Infekts fehlte.

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European League: Hinspiel

Samstag (3. Dezember)

BVB – ZRK Zeleznicar 43:22 (24:11)

BVB-Damen: Moth, ten Holte, Grijseels (5/4), Sprengers (4), Kusian (4), Ossenkopp (7), Olsson (5), Rønning (2), Stens, Bleckmann (2), Hausherr (6/1), Garovic (4), Antl (4)

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European League: Rückspiel

Sonntag (4. Dezember)

ZRK Zeleznicar – BVB 15:31 (6:19)

BVB Damen: Moth, ten Holte, Grijseels (4), Sprengers (1), Kusian (3), Ossenkopp (7), Olsson (1), Rønning (5), Stens, Bleckmann (3), Garovic (2), Antl (2), Schwarz (3)