Das Brünninghauser Trainer-Duo Rafik Halim (l.) und Florian Gondrum muss im Topspiel gegen Bövinghausen auf einen wichtigen Spieler verzichten. © Stephan Schütze
Fußball-Westfalenliga

Brünninghausens Antreiber fällt im Topspiel nach Roter Karte aus – „Ich bereue es so sehr“

Der FC Brünninghausen marschiert durch die Fußball-Westfalenliga: fünf Spiele, fünf Siege, Rang eins. Und Sonntag folgt der Kracher gegen Bövinghausen. Ein wichtiger Spieler fehlt gesperrt.

Ganz Dortmund blickt am Sonntag nach Brünninghausen, wenn der FCB mit fünf Siegen aus fünf Spielen den großen Favoriten TuS Bövinghausen erwartet. Der TuS kann am Mittwoch (19) mit einem Sieg im Nachholspiel gegen den SC Neheim am aktuellen Tabellenführer FC Brünninghausen vorbeiziehen. Aufgrund des besseren Torverhältnisses.

Es ist überragend, was der FC Brünninghausen aktuell in der Westfalenliga abliefert. Das Trainer-Duo Rafik Halim und Florian Gondrum hat das Team zu einem Topteam geformt. Vor drei Jahren stieg das Team noch aus der Oberliga ab. Am Sonntag standen in Onur Tekin und Sebastian Kruse nur zwei Akteure in der Startelf, die auch in der Oberliga dabei waren.

Ansonsten wurde das Team Jahr für Jahr mit hoffnungsvollen Talenten aufgefüllt. Und Halim und Gondrum schaffen es, diese Jungs binnen kürzester Zeit an das gehobene Westfalenliga-Niveau heranzuführen. Und was wahrscheinlich wichtiger ist, das Duo formte eine Einheit aus den vielen jungen und den wenigen erfahrenen Akteure.

Einer der erfahrenen Akteure im Team ist Onur Tekin. Der 24-Jährige fällt am Sonntag aber aus. Er hat am Sonntag beim 2:0-Erfolg gegen Hagen 11 die Rote Karte gesehen. „Die kann der Schiedsrichter geben“, sagt Tekin. „Ich bin mit einem Gegenspieler aneinandergeraten. Unsere Köpfe sind fast zusammengestoßen. Um das zu vermeiden, habe ich ich weggestoßen. Dabei war meine Hand in seinem Gesicht.“

Onur Tekin (l.) fehlt dem FCB. © Stephan Schütze © Stephan Schütze

Der Staffelleiter wertet das Vergehen als Unsportlichkeit und brummte Tekin eine Drei-Wochen-Strafe auf. „Ich bereue es so sehr, dass ich mich dazu hab hinreißen lassen. Ich bin einfach nur gefrustet“, sagt Tekin. Schnell wurde ihm bewusst, dass er im Duell gegen Bövinghausen fehlen wird. „Und ich wäre so gerne am Sonntag dabei gewesen.“

Und das Team könnte seinen Sechser so gut gebrauchen. Im Vorjahr ging der FCB gegen Bövinghausen mit 0:4 unter. Nicht, weil der FCB spielerisch so schlecht war, sondern weil er sich von der ersten Minute an hat den Schneid abkaufen lassen. „Vom Anpfiff an haben bei den jungen Spielern die Beine gezittert“, erinnert sich Tekin.

Er selbst ist jemand, der zitternde Beine nicht kennt. Er geht voran, er legt sich auch mal mit dem Gegner an und geht keinem Zweikampf aus dem Weg. „Wir haben aber genug Jungs im Team, die das auch am Sonntag können“, sagt Tekin und zählt die Namen Lukas Zieglmeir, Kubilay Tekin, Firat Cinar und Sebastian Kruse auf. „Und die ganz jungen Spieler sind im Vergleich zum Vorjahr einen ganzen Schritt weiter“, sagt Tekin.

Er glaubt fest daran, dass sein Team dem Favoriten es schwer machen kann. „Wir werden uns besser verkaufen als beim 0:4. Da bin ich mir sicher“, sagt er. Tekin wird sich auf die Bank setzen und seine Kollegen anfeuern. „Und ich hoffe, dass Jonas wieder einen guten Tag erwischt“, so Tekin. Jonas ist der 21-jährige Jonas Telschow. Der Top-Stürmer des FCB. Achtmal hat er bisher in der aktuellen Spielzeit getroffen.

„Und Jonas ist noch lange nicht am Ende mit seinem Können. Wenn er sich so weiterentwickelt, dann sehe ich ihn mit 25 Jahren in der Regionalliga. Das Zeug dazu hat er definitiv“, stellt Tekin fest. Am Sonntag können sich die bestimmt vielen Zuschauer ein Bild davon machen.