Borussia Dortmund

BVB-U23 verliert unglücklich gegen Viktoria – ein Spieler stand überraschend in der Startelf

Die BVB-U23 hat am Sonntag ihr fünftes Drittliga-Saisonspiel verloren – allerdings unglücklich, weil die Borussia gute Tormöglichkeiten vergab. Ein Spieler hat überraschend durchgespielt
Waren nach dem Spiel enttäuscht: die BVB-Spieler (v.l.) Franz Pfanne, Immanuel Pherai, Lennard Maloney und Antonios Papadopoulos © Thomas Bielefeld

So hatte sich Enrico Maaßen das Heimspiel gegen Kellerkind Viktoria Köln, das vor diesem Spieltag die schwächste Auswärtsmannschaft war, nicht vorgestellt. Das gab der BVB-Coach auf der Pressekonferenz nach der 0:1-Niederlage gegen die Kölner auch unumwunden zu. Enttäuscht oder gar verärgert war er ob der Leistung seiner Mannschaft zwar nicht, doch merkte auch der BVB-Linienchef an, dass seine U23 beste Möglichkeiten zum Remis oder gar Sieg liegen ließ.

In beiden Halbzeiten hatte Schwarzgelb gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Kölner gute Torchancen. Berkan Taz (15. Minute) und zwei Mal Ted Tattermusch (39./45.+2) scheiterten in Hälfte eins, die eingewechselten Ansgar Knauff (60.) und Timo Bornemann (87.) blieben in Durchgang zwei glücklos. Vor allem Tattermuschs zweite Chance sowie der Versuch von Bornemann hätten im Netz landen müssen. Das waren die bekannten 100-Prozentigen.

BVB-Trainer Enrico Maaßen: „Eine Chance davon muss sitzen“

Maaßen: „Eine Chance davon muss sitzen. Die Jungs haben alles investiert und Gas gegeben ohne Ende. Manchmal ist die Kiste aber wie vernagelt. Heute war so ein Tag“, so Maaßen nach dem Spiel auf der Pressekonferenz, der die Partie als Lernprozess beschrieb.

Genauso sah das auch sein Spieler – Kapitän Franz Pfanne – der sich nach dem Spiel in der Mixed-Zone unseren Fragen stellte. „Das ist ein Lernprozess. Diese Liga ist einfach brutal ausgeglichen. Kleinigkeiten entscheiden. Wenn man beim Gegentor nicht 100-prozentig verteidigt, dann klingelt es. Vor dem Tor müssen wir effektiver werden, aber das ist alles kein Weltuntergang. Wir sind noch immer ein Neuling in der Liga und es muss weitergehen“, so Pfanne, der dieses Mal für den fehlenden Niklas Dams in die Innenverteidigung rückte.

Überraschend im Aufgebot stand auch Mittelfeldregisseur Tobias Raschl, dem unter der Woche – so hieß es vonseiten des BVB – eine lange Ausfallzeit drohte. Im Raum stand sogar, dass er einen Meniskusschaden haben könnte. Dem ist nun allerdings nicht so. Raschl spielte gegen Köln sogar durch, gab wie gewohnt den Takt an.

BVB-Trainer Maaßen über Raschl: „Zum Glück konnte er spielen

Maaßen zur Causa Raschl: „Wir haben unter der Woche angefangen, ihn langsam in Teilen zu belasten. Das ist ohne Probleme verlaufen. Er war topfit und hat auch gesagt, dass er spielen kann. In der Halbzeit und in der 60. Minute haben wir nochmal bei ihm abgeklopft. Er hat gesagt, dass alles gut ist. Zum Glück konnte er spielen“, sagt der BVB-Coach, der keine weiteren Nachwehen befürchte.

Das einzige Tor des Tages erzielte der Kölner Daniel Buballa in der 28. Spielminute – ein „vermeidbarer“ Treffer, wie Pfanne findet. „Das war ein dummes Gegentor“, sagte der Kapitän. Maaßen schob hinterher: „Das war ein sehr unglückliches Gegentor. Wir hätten die Szene mit einem langen Ball klären können“, sagt der Coach. BVB-Spieler Christian Viet bekam in dieser unübersichtlichen Szene im BVB-Strafraum die Kugel nicht so recht unter Kontrolle. Der Ball landete bei Buballa, der Unbehaun überwand.

Der musste im zweiten Durchgang zwei Mal wachsam sein. Ein Buballa-Kopfball strich nach einer Ecke aber knapp am Kasten vorbei (56.), beim Schuss von Simon Handle riss der BVB-Keeper die Arme rechtzeitig hoch und entschärfte die Situation (77.). Am Ende nahmen die Gäste einen „nicht unverdienten Sieg“, wie Köln-Coach Olaf Janßen befand, mit nach Hause.

BVB: Unbehaun – Papadopoulos, Pfanne, Maloney (57. Bah-Traore)– Raschl, Pherai (70. Hober), Viet, Pohlmann, Taz (70. Bornemann) – Tattermusch (57. Knauff), Tachie (70. Bueno)

Tor: 0:1 Buballa (28.)