David Odonkor wartet noch auf sein erstes Saisontor. © Patrick Schröer
Fußball-Westfalenliga

David Odonkor nur Ersatz – hilft er Bövinghausen überhaupt schon weiter, Ajan Dzaferoski?

David Odonkor ist seit diesem Sommer Spieler beim TuS Bövinghausen. Auf den großen Durchbruch wartet er beim TuS aber noch, kommt zumeist von der Bank. Hilft er dem TuS damit weiter?

Nach dem Schlusspfiff pustete er erst einmal kräftig durch, benötigte auch ein paar Minuten, um sich für das Interview zu sammeln. David Odonkor kickte am Samstagabend für 20 Minuten im Topspiel gegen den DSC Wanne-Eickel (Endstand: 1:0 für Bövinghausen) mit, hatte dabei auch ein paar auffällige Szenen. Auf seinen großen Durchbruch und sein erstes Tor beim TuS wartet der Ex-Nationalspieler aber noch. Wie plant der TuS Bövinghausen künftig mit ihm? Wir haben nachgefragt.

Eine richtig gute Möglichkeit hatte David Odonkor kurz vor Abpfiff. Aleksandar Gjorgjievski schickte den blitzschnellen Ex-Nationalspieler aus dem Halbfeld auf die Reise. Odonkor drang in den Strafraum ein, wollte sich den Ball zurechtlegen, schloss dann aber doch mit seinem linken Fuß ab und traf dann nur den Gästekeeper. Gegen den FC Brünninghausen vergab der 37-Jährige schon eine ähnlich gute Chance.

Odonkor gab nach dem Spiel selbstkritisch zu, dass er den Ball hätte verwerten können: „Das war mein Ding, ja. Ich hätte mit rechts abschließen müssen“, so Odonkor, der über den Sieg aber glücklich war. Fraglich ist nun, wann es für Odonkor mal für eine längere Spielzeit reicht und wie der Klub künftig mit ihm plant. Bislang kam er zwar in sieben Spielen zum Einsatz, kommt aber nur auf 150 Minuten.

„Die Entscheidung, ob und wie viel ich spiele, liegt beim Trainer. Ich bin 37, fühle mich ganz wohl. Wenn ich die Chance bekomme, versuche ich natürlich, sie zu nutzen – egal ob es 20 oder nur 10 Minuten sind. Ich will immer meine Erfahrung reinbringen, um der Mannschaft zu helfen“, sagt Odonkor.

Und was sagt der TuS-Boss Ajan Dzaferoski dazu? Wie plant er mit dem erfahrenen Kicker und Ex-Borussen? „Man hat nach seiner Einwechselung allein anhand seiner Schnelligkeit gesehen, wie wichtig er ist. Er hat den Elfmeter rausgeholt. Wir brauchen noch zwei, drei Wochen, dann haben wir ihn da, wo wir ihn haben wollen. Er ist eine richtige Waffe und läuft allen Spielern in der Westfalenliga weg“, sagt Dzaferoski, der Odonkor künftig auch mal in der Startaufstellung sehe.

Nach dem Auslassen seiner Großchance – also mitten in der Nachspielzeit – räumte Gästekeeper Daniel Schultz Odonkor weg. Der Unparteiische zeigte daraufhin auf den Punkt. Strafstoß für den TuS, den Gjorgjievski dann aber vergab. „Das passiert“, resümierte Odonkor schließlich.

Am kommenden Wochenende hat Odonkor Gelegenheit, sich erneut zu zeigen und zu beweisen. Dann gastiert der TuS beim FC Borussia Dröschede (Sonntag, 15.30 Uhr).

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
Zur Autorenseite
Patrick Schröer