Ein künftiger Bezirksligist könnte bald im DFB-Pokal antreten. © Timo Janisch
Fußball-Bezirksliga

Der 89-Tore-Stürmer geht in die Bezirksliga – wie viele Tore sollen es dort werden?

89 Tore erzielte er in nur zwei Spielzeiten, eine davon ist sogar abgebrochen worden. Jetzt zieht es den Dortmunder Stürmer in die Bezirksliga. Wie viele Tore sollen es dort werden?

Die Kreisliga C ist etwas ganz feines. Die niedrigste Liga im Dortmunder Amateurfußball, eine Liga für Liebhaber der echten Amateure. Dort wird nicht über ein paar Kilogramm zu viel gesprochen oder wie hoch der Sieg oder die Niederlage ausgefallen ist. Spaß soll es machen.

Das müsste so auch für Ertugrul Aksoy gegolten haben. 58 Tore erzielte der Stürmer in der Spielzeit 2018/2019, hatte einen hauptverantwortlichen Anteil am Aufstieg in die Kreisliga B des TuS Kruckel.

Aksoy wollte erst gar nicht wechseln

Eine Saison darauf, die wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden ist, kamen noch mal 31 Tore dazu – in gerade einmal 20 Spielen.

Sein neuer Übungsleiter möchte die Messlatte nicht ganz so hoch setzen. „Wenn er 15 Tore macht, habe ich nichts dagegen“, sagte Marco Nagel über seinen neuen Schützling. Im Sommer wagt sich Aksoy in neue Gefilde, wechselt zum VfR Sölde in die Bezirksliga.

Und das, obwohl er erst gar nicht wechseln wollte. „Mein Anspruch war es eher mit Freunden aus der Umgebung Erfolge zu feiern. Das war mir wichtiger als hochzuspielen“, erklärt der 28-jährige Aksoy seinen persönlichen Anspruch. Denn möglich wäre es gewesen: In der Jugend spielte er für den Hombrucher SV und Westfalia Wickede, sammelte Erfahrungen im überkreislichen Bereich. Ein Angebot des VfL Bochum im Jugendalter schlug er aus, schaffte aber den Sprung in Auswahlteams.

Stephane Preuß ist das Talent in Erinnerung geblieben. Aksoy und der Schlussmann des VfR Sölde spielten gemeinsam in Hombruchs Jugend.

„Das Ganze ging mehr von Stephane aus, er hat die Empfehlung ausgesprochen“, sagt Aksoy. Daraufhin folgte ein Telefonat mit VfR-Coach Nagel sowie ein persönliches Gespräch im Anschluss.

„Mir gefiel das Ganze“, erzählt Aksoy. „Sölde hat ein gutes Konzept, ist sehr familiär. Das war mir wichtig. Und Marco hat einen Stürmer gesucht, das hat gepasst.“ Aksoy, der auch Co-Trainer beim TuS Kruckel war, verlässt den B-Ligisten und wagt das neue Abenteuer.

„Ich bin fit, ich bin heiß“

Er soll ab kommender Saison am Rosengarten im Dortmunder Südosten stürmen. Sein Wunsch: als Stürmer, doch er zeigt sich flexibel. In der Offensive kann er alle Positionen besetzen.

Wie viele Tore es dann wohl werden? Aksoy möchte sich da nicht konkret festlegen. „Ich denke, die 15 sollten drin sein. Es ist halt Bezirksliga, vielleicht sind es am Ende doch nur acht, neun oder zehn Tore. Das hat auch mit Verletzungen zu tun. Vor dem Tor bin ich eiskalt“, sagt Aksoy, der aber von sich aus sagt: „Ich bin fit, ich bin heiß.“

Er weiß aber, dass das Niveau nun etwas höher sein wird. Im Seniorenbereich hat er nie höher als Kreisliga A gespielt, darauf stellt er sich ein: „Vom spielerischen her wird es mehr zur Sache gehen. Das Stellungsspiel wird auch ganz anders sein. Von der Qualität her schaffe ich das. Der Reiz Bezirksliga zu spielen ist da.“

Es dürfte die Sölder Verantwortlichen freuen und womöglich auch Aksoys Gegenspieler in der Kreisliga.

Über den Autor
Seit 2017 im Einsatz für Lensing Media. Immer auf der Suche nach Hintergründen, spannenden Themen und Geschichten von Menschen.
Zur Autorenseite
David Nicolas Döring

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.