Für ein Dortmunder Traditionsklub läuft es noch gar nicht rund. © Nils Foltynowicz
Fußball

Der Vorsitzende eines Tabellenvorletzten hat „mit diesem Start gerechnet“

Für einen Dortmunder Traditionsklub läuft es nicht rund. Der Präsident bleibt ganz entspannt uns setzt auf den Faktor Zeit. Er würde im Notfall handeln. Möchte aber darauf verzichten.

Vier Spieltage sind aktuell erst absolviert. Noch ist nichts groß passiert. Dafür sind noch viel zu viele Punkte zu vergeben. Deshalb bleibt ein Vorsitzender ganz ruhig, obwohl erst ein mickriger Punkt auf der Habenseite seines Teams steht.

Den holte der Fußball-Landesligist SV Brackel 06 am ersten Spieltag gegen den FC Frohlinde (2:2). Es folgten die Niederlagen gegen Türkspor Dortmund (1:4), Hombrucher SV (0:1) und gegen den SV Wanne (0:1). Also gegen den Ersten, den Vierten und den Dritten der Tabelle. „Als wir den Spielplan gesehen haben, wussten wir, dass unser Startprogramm hammerhart wird. Das hat sich bewahrheitet. Ich habe mit solch einem Start gerechnet“, sagt Brackels Vorsitzender Olaf Schäfer.

Ebenbürtiger Gegner

Er betont, dass sein Team sowohl gegen den Hombrucher SV als auch gegen den SV Wanne ebenbürtig war. „In beiden Partien können wir Punkte mitnehmen. Vielleicht hat uns dann ein bisschen die Erfahrung gefehlt. Die Leistungen waren absolut okay“, sagt Schäfer.

Die Mannschaft sei sehr jung, „und deshalb müssen wir Geduld haben. Wir setzen bewusst auf junge Spieler und müssen deshalb ihnen die nötige Zeit geben, sich zu entwickeln. Der Sprung in die Landesliga ist ja auch nicht einfach“, sagt Schäfer. Für ihn sei klar, dass der Faktor Zeit für das Team spreche. „Die Jungs entwickeln sich, werden von Spiel zu Spiel besser. Die Punkte werden folgen.“

Die Zähler müssen aber auch kommen, will das Team nicht schon zu früh in den unteren Tabellenregionen steckenbleiben. Aktuell ist der SV Brackel 06 Tabellenvorletzter. Nur Firtinaspor Herne rangiert mit null Zählern hinter dem SVB auf Platz 18. Der Tabellenzwölfte SV Horst-Emscher hat aber auch erst drei Zähler. Mit zwei Siegen in Serie stünde Brackel sofort im Mittelfeld der Liga.

„Ich denke, jetzt kommen die Gegner, gegen die wir punkten können“, erklärt Schäfer. Als nächstes stehen die Partien gegen Wattenscheid 08 (Platz 11, 6 Punkte), Viktoria Resse (13., 3) und Westfalia Langenbochum (10., 6) auf dem Programm. Alles Klubs, die sich noch in Sichtweite der Brackeler befinden.

Im Notfall würde Schäfer das Team im Winter mit ein, zwei Routiniers verstärken. „Ich wünsche mir aber, dass die jungen Leute sich weiter gut entwickeln, sich endlich mit Punkten belohnen, sodass wir im Winter gar nicht handeln müssen“, so Schäfer.

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T. Schulzke