Tobias Böck traf am Wochenende sechs Mal für Westfalia Hombruch im Derby gegen ATV Dorstfeld © Nils Foltynowicz
Handball-Verbandsliga

Derby-Matchwinner Böck spricht über das Hombrucher Erfolgsgeheimnis

Das erste Verbandsliga-Derby der neuen Saison hat Westfalia Hombruch souverän gegen ATV Dorstfeld gewonnen. Wir haben mit einem der Matchwinner gesprochen.

Beim 32:16-Erfolg von Westfalia Hombruch im Derby gegen den ATV Dorstfeld steuerte Tobias Böck sechs Treffer zum Erfolg der Hombrucher bei. Im Interview spricht der 22-Jährige Rechtsaußen über den starken Saisonstart und die Ziele des TuS Westfalia.

Tobias Böck, es gibt ein Derby-Foto von Ihnen mit einem Nike-Stirnband. Sind die Haare zu lang oder ist es der Style?

(lacht) Zu lang sind die Haare nicht. Ich wollte einfach mal was anderes ausprobieren.

Fußballer gelten in Bezug auf Style bekanntlich als recht eigen. Sind die Handballer, gerade ihr als junge Mannschaft, ähnlich gestrickt oder eher das Gegenteil?

Puh, ob wir so eigen sind wie Fußballer? Nein, ich denke wir sind eher das Gegenteil. Der Style ist uns nicht immer besonders wichtig.

Ihr habt zum Saisonauftakt einen deutlichen Derbysieg gefeiert, wie sehr gibt euch das Rückenwind?

Es ist natürlich ein extrem schöner Start, wie man ihn sich wünscht. Trotzdem dürfen wir uns darauf nicht ausruhen. Wir wissen nicht, was die anderen Mannschaften machen und müssen deshalb auch weiter so spielen wie gegen Dorstfeld.

Was ist in, bzw. kurz vor der Pause passiert, als ihr aus einem 11:10 ein 17:10 gemacht habt?

Ob es ein richtiger Umschwung in der Mannschaft war, weiß ich nicht. Wir hatten aber super Torhüter hinten und haben vorne unsere vielen Chancen einfach besser genutzt.

Ist der starke Saisonstart nach langer Corona-Pause auch ein Erfolg der Vorbereitung?

Ja, auf jeden Fall! Wir hatten am Ende doch relativ viele Testspiele, wo man gesehen hat, dass die Mannschaft super harmoniert. Gerade durch viele unterschiedliche Charaktere in der Mannschaft glaube ich, dass wir eine gute Mischung haben.

Der Trainer von Dorsfeld hat die junge Hombrucher Mannschaft gelobt. Ist das euer Erfolgsrezept?

Wir haben, wie gesagt, eine gute Mischung. Die Trainer haben eine gute Mitte zwischen jungen, frischen Spielern und erfahrenen Spielern gefunden. Dazu gehört zum Beispiel Marcel Vogler, der schon dritte Liga gespielt hat. Auf der anderen Seite haben wir die jungen Spieler, wie Joshua Adeyemi oder Laurens Blesch. Das kann auf jeden Fall unser Erfolgsgeheimnis sein.

Ist euer Ziel, die beste Dortmunder Mannschaft in der Liga zu sein?

Auf jeden Fall.

Was haben die anderen Dortmunder Mannschaften für ein Potenzial?

OSC hat immer einen Überraschungseffekt, da wird man sehen müssen. Wir werden gucken, wie sich die Mannschaften in der Liga machen und uns dann auf die nächsten Derbys explizit vorbereiten.

Haben Sie ein persönliches Ziel für die Saison?

Erstmal natürlich gesund bleiben. Außerdem persönlich weiterentwickeln und so gut wie möglich der Mannschaft helfen.

Können Tobias Böck und Joshua Adeyemi wie schon gegen Dorstfeld über die ganze Saison ein Erfolgsduo bilden?

Joshua Adeyemi und ich kennen uns in- und auswendig, da wir schon viele Jahre zusammen spielen. Wir wissen, wie der andere tickt. Von daher kann man da vielleicht von einem Erfolgsduo sprechen. Aber es kann auch jedes Spiel anders ein.

Was sind die Ziele mit der Mannschaft in der Liga?

Wir wollen ins obere Tabellendrittel, natürlich auf keinen Fall einen Abstieg. Wir peilen die ersten vier Plätze an.