Ein heimischer Fußballer könnte bald auch auf der Trainerbank Platz nehmen. © Nico Ebmeier
Amateurfußball

Dortmunder A-Kreisligist verpflichtet ehemaligen Lüner Trainer

In die Kreisliga A sind sie vergangene Spielzeit aufgestiegen. Jetzt hat das Dortmunder Team einen neuen Trainer an der Seitenlinie, der früher auch in Lünen trainiert hat.

Ein ehemaliger „Feuerwehrmann“ für Dortmunder Seniorentems und aktueller Juniorentrainer aus dem Dortmunder Nordosten heuert bei einem Klub aus dem Kreuzviertel an.

Grund für diese Zusammenarbeit ist eine lange zurückliegende Evinger Verbindung. Der noch aktuelle Coach, der an der Seite seinen künftigen Chefs arbeiten möchte, übernahm seine Nachfolgersuche höchstpersönlich. Und die in Dortmund bekannte Lösung fand im Verein sofort Zuspruch.

Zuletzt beim SC Husen-Kurl in der Jugend

Die Auflösung des Einstiegs: Mirsel Zahirovic, aktuell beim A-Kreisligisten Sarajevo Bosna mit Arnel Sahbazovic noch in Amt und Würden, erinnerte sich an seinen A-Juniorentrainer beim damals noch erfolgreichen TuS Eving-Lindenhorst.

Oliver Harder hieß der Coach, der sich nach einigen Stationen im Seniorenbereich bevorzugt mit der Talentförderung beschäftigte. „Mirsel war ein guter Junge. Als er sich bei mir meldete, wusste ich, dass das, was er vorhat, nicht verkehrt sein kann“, erklärt Harder. Zuletzt war der Angesprochene A-Juniorentrainer beim SC Husen-Kurl.

Die Motivation, „einen Verein mit Leuten, von denen ich weiß, dass sie kicken können, zu übernehmen“, sei sofort vorhanden gewesen. „Im Seniorenbereich war ich ja fast immer der Feuerwehrmann, der Teams vor dem Abstieg retten sollte. Jetzt mal einen seriösen Klub mit guter Stimmung zu trainieren und mit ihm im gesicherten Mittelfeld zu landen, reizt mich.“

Neuer Trainer bei Sarajevo Bosna: Oliver Harder.
Neuer Trainer bei Sarajevo Bosna: Oliver Harder. © Foto: Goldstein © Foto: Goldstein

Mit dieser Zielsetzung spricht Harder, früher auch als Trainer beim SV Preußen Lünen, dem stellvertretenden Bosna-Vorsitzenden Muhamed Ahmeckovic aus der Seele: „Wir sind nicht der Verein der großen Töne. Wir sind erst 2020 aufgestiegen. Da reicht uns ein ruhiger Platz im Mittelfeld, im besten Fall nehmen wir auch gerne einen einstelligen Tabellenplatz. Mit Oliver haben wir den richtigen Mann, der mit unseren Jungs gut umgehen kann.“

Noch kennen sich beide Seiten nicht so gut. Harder kennt aber, wie erwähnt, schon den einen oder anderen Spieler. Ahmeckovic verließ sich auf seinen Ex-Trainer, der bald Co-Trainer sein wird. „Mirsel hat viel Gutes über Oliver erzählt. Der erste Eindruck ist ebenfalls gut.“

Gespannt sind nun alle, wann es wieder losgeht. Sowohl Trainer als auch Vereinsvertreter sind sich einig: „Bald wird es Zeit, dass wir uns alle im persönlichen Kontakt richtig kennenlernen.“ Dann entsteht auch eine ganz neue Verbindung zwischen neuem und altem Coach.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle

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