Fußball-Landesliga

Dortmunder AllStar erzielt zwei Tore zum Start und will ganz schnell in die Westfalenliga

Vor nicht mal zwei Jahren spielte er als Profi für den BVB 2 in der Regionalliga. Drei Klassen tiefer will der ehemalige Brünninghauser Torjäger wieder angreifen und aufsteigen. Der Anfang ist gemacht.

Ein Jahr lang spielte er als Profi für den BVB in der Regionalliga, kam aber nur auf geringe Einsatzzeiten. Zuvor war er von 2016 bis Sommer 2019 als Torjäger für den Westfalenlisten FC Brünninghausen erfolgreich. Seit Sommer 2020 kickt der Linksfuß für den Landesligisten IG Bönen.

Dort soll es wieder aufwärts gehen in der Karriere von Arif Et. Er erklärt, was sich geändert hat und warum nach dieser Saison der Aufstieg in die Westfalenliga perfekt sein soll. Die letzten Jahre waren nicht ganz einfach. Das Jahr beim BVB II möchte er zwar nicht missen, wie er immer wieder sagt, aber unterm Strich standen für ihn nach einer Spielzeit nur vier von 25 möglichen Einsätzen. Im Sommer 2020 wechselte Et zur IG Bönen, drei Klassen tiefer. Dann folgte mit der völlig verkorksten Corona-Saison der nächste Rückschlag.

Jetzt will Arif Et, der auch zum Dortmunder AllStar-Team gehörte, wieder durchstarten und so schnell wie möglich in der Westfalenliga spielen. Dass die IG Bönen zu den erklärten Favoriten auf den Aufstieg gehört, unterstrich sie am Wochenende mit einem 8:0 gegen den TuS Altenberge. Eine echte Kampfansage an die Konkurrenz. Arif Et erzielte beim Kantersieg vor heimischem Publikum die Tore zum 2:0 und 3:0.

„Ja, ich bin in dieser Saison bei der IG Bönen angekommen. Das zeigt sich ja auch daran, dass die Mannschaft mich zum Kapitän gewählt hat. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass ich als Autoritätsperson gelte, obwohl ich mit meinen 29 Jahren nicht der älteste Spieler in der Mannschaft bin“, erklärte Arif Et.

Die IG Bönen will unbedingt aufsteigen, das ist das erklärte Ziel. Auch das von Arif Et. Das 8:0 gegen Altenberge kam da natürlich zur richtigen Zeit, schied Bönen doch nur eine Woche zuvor überraschend im Pokal aus. Beim Kreisligisten SVF Herringen gab‘s eine 5:6-Niederlage nach Elfmeterschießen. Ein herber Dämpfer, auch für Et persönlich. Mit einer Zerrung musste er in der 65. Minute ausgewechselt werden.

„Wir wollten gegen Altenberge unbedingt eine Reaktion auf die Pokal-Pleite zeigen, ein Statement abgeben. Das ist uns ja gelungen“, kommentierte der 29-Jährige. Dass auch Aufstiegsfavoriten immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen, steht für Et außer Frage. Zumal die personelle Situation in Bönen ziemlich heikel ist. „Wir haben eine lange Verletztenliste, nur 13 Spieler aus unserem 21er-Kader sind fit, der Rest – darunter auch viele Leistungsträger – haben nach der langen Corona-Pause muskuläre Probleme“, sagte Et, der auf den Faktor Zeit setzt, um dieses schwierige Situation zu überstehen: „Nach dem Spiel am Sonntag in Herbern haben wir spielfrei. Da können wir uns gut erholen.“

Er persönlich hat sich mittlerweile bestens eingelebt, fühlte sich richtig wohl in Bönen, obwohl die Umstellung zunächst nicht ganz einfach war für den in Berghofen wohnenden Et. „Im Raum Münsterland gibt es viele Spieler, die physisch wirklich stark sind, viele großgewachsene Akteure, die gerne lange Bälle spielen. Im Dortmunder Raum gibt es mehr spielerische Akzente, was mir ja entgegenkommt“, kommentierte der Mittelstürmer, der trotz seiner zwei Treffer gegen Altenberge keine persönliche Ziele ausgibt: „Die 41 Tore in der Landesliga mit Borussia Dröschede, das ist nicht nur lange her, sondern wohl auch nicht mehr erreichbar. Wichtig ist, dass wir aufsteigen, nicht, wieviel Tore ich persönlich schieße.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl