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Dortmunder Ex-Fußballer spielt vor mehr als 1000 Zuschauern und um 2000 Euro Preisgeld

Er ist in Dortmund geboren, hat in Dortmund Fußball gespielt und ist nun in der Welt des Streamings unterwegs. Außerdem spielt er regelmäßig um 2000 Euro Preisgeld.
© picture alliance/dpa

In der Jugend kickte er für den BSV Schüren, SF Sölderholz, PTSV Dortmund und den ASC 09 Dortmund. Karriere macht er jedoch mittlerweile eher auf dem virtuellen Rasen.

Jonas Sawera, genannt Pain, ist 24 Jahre alt und hauptberuflich Content-Creator und Streamer der Fußballsimulation Fifa. Auf Twitch folgen ihm mittlerweile mehr als 540.000 Menschen und auf YouTube zählt er knapp 300.000 Abonnenten.

Internetleitung reichte nicht aus

2015 fing alles an, wie er sich erinnert: „Ich musste meine Mutter anbetteln, dass wir besseres Internet zu Hause bekommen. Ein Kumpel von mir hatte über die Streaming-Funktion der Playstation 4 seine Spiele in Call of Duty gestreamt. Das fand ich cool und wollte es auch machen.“

Nachdem die neue Internetleitung also stand, legte er los und streamte ebenfalls zunächst nur Shooter-Spiele. „Es gab zu dem Zeitpunkt relativ wenige große Streamer in dem Bereich. Deswegen ging es mit den Zuschauerzahlen relativ schnell nach oben“, berichtet Sawera.

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30 bis 40 Zuschauer seien es unter der Woche gewesen und am Wochenende sogar bis zu 500. Und das, obwohl er anfangs komplett ohne Kamera streamte und selbst nicht zu sehen war. Als ihn seine Zuschauer dann das erste Mal zu Gesicht bekamen, hatte er großes Lampenfieber, wie er zugibt: „Als ich das erste Mal mit der Face Cam gestreamt habe, war ich sehr aufgeregt. Ich konnte während des Streams nicht einmal was essen.“

Bis 2018 schraubte Sawera seine Zuschauerzahlen sogar auf bis zu 5000 hoch, obwohl er zwischenzeitlich eine kleine Pause einlegte: „Als 2018 das Spiel Fortnite kam, gingen die Zahlen immer höher. Seit 2019 fokussiere ich mich eigentlich eher auf Fifa.“

Durchbruch auf YouTube

Damit gelang Sawera auch der Durchbruch auf YouTube, denn in Fifa 20 konnte er sich in der Weekend League gegen die besten Spieler der Welt behaupten und all seine 30 Spiele gewinnen. „Das Video mit den 30 Siegen war der Schlüssel auf YouTube“, wie er berichtet.

Das Schneiden der Videos sei vor allem zu Beginn eine der zeitintensivsten Aufgaben gewesen und habe „bis zu sieben Stunden am Tag neben dem Streamen eingenommen.“ Gelohnt hat sich die Arbeit allemal, denn heute kann Sawera von Streaming, YouTube und Werbepartnern gut leben.

Preisgeld von 2000 Euro

Zudem ist er seit dieser Saison bei NEO, einem der besten Fifa eSports-Teams Deutschlands, offiziell als Content-Creator angestellt. Er produziert Videos von seinen Spielen und kümmert sich um Social Media. Das, was in der Theorie oft einfach klingt, sei doch eine große Herausforderung, wie Sawera deutlich macht: „Es ist schon ein großer Druck, 1000 bis 2000 Menschen fast jeden Abend zu unterhalten und nicht langweilig zu werden.“

Damit seinen Fans nicht langweilig wird, nimmt er unter anderem regelmäßig am Eligella-Cup teil, bei dem es jedes Mal um 2000 Euro Preisgeld geht. Ausgerichtet wird der Cup von EliasN97, der zu den bekanntesten Streamern Deutschlands zählt und bis zu 80.000 Live-Zuschauer hat.

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