Wenig begeisterte Blicke bei den beiden Trainern des VfB Westhofen: Lothar Huber (re.) und Christoph Pajdzik müssen auf einen weiteren Spieler verletzungsbedingt verzichten. © Manuela Schwerte
Fußball-Kreisliga A

Dortmunder Klub zerstört perfekte Bilanz des VfB Westhofen – und ist jetzt selbst Favorit?

Die makellose Bilanz des VfB Westhofen hielt fünf Spieltage lang. Dann fügte ein Dortmunder Klub den Schwertern den ersten Punkteverlust zu. Dabei hatte das Team dafür keine guten Voraussetzungen.

Fünf Spiele, 15 Punkte und eine Tordifferenz von +14: Der Start des VfB Westhofen in die Kreisliga A1 Dortmund hätte besser kaum laufen können. Doch jetzt sorgte ein Dortmunder Team für das Ende des perfekten Saisonstarts.

Mit 1:1 trennten sich am Sonntag der VfB Westhofen und der TuS Rahm in Dortmund. Bünyamin Altun hatte Rahm an der Westhusener Straße in Führung gebracht, Patrik Menze glich noch in Halbzeit eins aus. Dabei blieb es.

TuS Rahm feiert Achtungserfolg gegen den VfB Westhofen

Für den TuS ist das ein Achtungserfolg. „Westhofen ist eine richtig gute Truppe. Sie sind in der Zentrale super besetzt“, sagt Rahms Trainer Dennis Lauth, der sich den Gegner vorher extra angeschaut hatte.

Rahm wollte entsprechend das Zentrum dichtmachen, aber auch selbstbewusst sein eigenes Spiel durchziehen. „Da waren sie ein bisschen überrumpelt“, so Lauth. Mit dem Punkt sei er zufrieden. „Ich sehe sie schon als Favoriten“, so der TuS-Trainer.

Patrick Böröcki und der TuS Rahm sind mehr als solide in die Saison gestartet.
Patrick Böröcki und der TuS Rahm sind mehr als solide in die Saison gestartet. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Aber auch das Team aus dem Dortmunder Westen hat sich in der Kreisliga A1 inzwischen Anerkennung verschafft. In der vergangenen Saison holte der TuS bis zur Unterbrechung zehn Punkte aus sieben Spielen. Jetzt sind es schon zehn aus vier Partien.

Dazu hat Rahm ein beziehungsweise zwei Partien weniger absolviert als die besser platzierte Konkurrenz. Von Westhofener Seite habe Lauth gehört, dass man seine Elf durchaus auch zu den Aufstiegsfavoriten zähle.

„Wir sind im Soll“, sagt Lauth, der insgeheim schon mit einem Punkt gegen Westhofen gerechnet habe. Konkrete Ziele nennt er nicht, in Rahm scheint man sich auf sich selbst konzentrieren zu wollen. Aber laut sagt auch: „Die Qualität sehe ich total.“ Wofür, ist klar.

Dennis Lauth arbeitet mit überschaubarem Personal beim TuS Rahm

Dass es bei den Schwarz-Weißen so gut läuft, ist alles andere als selbstverständlich. Trainer Lauth arbeitet aktuell nur mit 13 bis 14 Spielern, immer wieder gibt es neue Ausfälle oder anderweitige verhinderte Akteure.

„Wir haben jetzt natürlich ein straffes Programm“, sagt Lauth mit Blick auf eine Englische Woche, die am Sonntag ihren Lauf nimmt. Konstantes Personal wird auch dann rar sein.

Mit Abdelouahid Reddahi und Bünyamin Altun habe Lauth zwei Akteure, die neben Kapitän Haris Balihadzic zu den Konstanten der bisherigen Saison gehören. Stürmer Altun zeichne sein „absoluter Wille“ aus, so Lauth. Sechs Mal hat er in dieser Spielzeit schon getroffen. Reddahi marschiere unaufhaltsam seine linke Seite auf und ab.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch