Ein Dortmunder Fußballklub impft jetzt am eigenen Sportplatz, während gleichzeitig Spiele laufen. © picture alliance/dpa/Tulsa World/AP
Coronavirus

Dortmunds Oberbürgermeister fordert 2G-Regel: Kommt sie jetzt bei städtischen Plätzen?

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal hat das Land NRW aufgefordert, zu einer 2G-Regelung übergehen zu dürfen. Droht dem Amateursport in jedem Fall eine solche Regelung?

Diese Meldung sorgte am Dienstagmittag für großes Aufsehen. Wie Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal bekanntgab, fordert die Stadt Dortmund die nordrhein-westfälische Landesregierung auf, „schnell zu einer 2G-Regelung überzugehen“.

Demnach solle von der angestrebten Regelung das „öffentliche private Stadtleben“ betroffen sein, also auch sämtliche Freizeitveranstaltungen. Die Stadt Dortmund hält es „für diesen Bereich absolut notwendig, gleich auf 2G überzugehen“, so Westphal. Darauf habe man sich auf dem digitalen Städtetag geeinigt.

Land NRW hat noch nicht auf die Stadt Dortmund reagiert

Eine Reaktion des Landes NRW steht noch aus, das entsprechende Schreiben sei aber verschickt worden. Die 2G-Regel findet beispielsweise bereits in Hamburg Anwendung.

Doch welche Auswirkungen hätte das Inkrafttreten der 2G-Regel in Dortmund für den Amateursport? Bislang galt in Innenräumen – also beispielsweise Sporthallen – die 3G-Regel, getestete Menschen waren also eingeschlossen. Sportvereine hatten jedoch auch bisher die Gelegenheit, per Hausrecht individuell eine 2G-Regelung vorzugeben.

Bei Fußballspielen bis 2.500 Zuschauern waren die 3G-Regelung und sogar die Kontaktnachverfolgung zuletzt abgeschafft worden, wenn die jeweils zuständige Kommunen keine abweichende, individuelle Entscheidung getroffen hat.

Wie die Pressestelle der Stadt Dortmund auf Anfrage dieser Redaktion erklärte, wäre selbst im Falle einer Einführung der 2G-Regel nicht im Voraus klar, für welche Bereiche diese gelte. Es bleibe abzuwarten, „welche Bereiche von seiner solchen Regelung unter welchen definierten Voraussetzungen davon betroffen wären“, heißt es von der Stadt.

Stadt Dortmund plant keinen Alleingang

Zwar bestätigte die Pressestelle, dass die Stadt Dortmund für ihre eigenen Einrichtungen selbst Regelungen treffen könnte. Doch laut eigener Aussage habe die Stadt kein Interesse daran, eigenhändig eine 2G-Regel beispielsweise für den Sport aufzustellen.

„Wir sind überzeugt, dass in dieser Frage Insellösungen nicht zum Ziel führen würden. Daher streben wir gemeinsam mit den anderen Städten und dem Land eine generelle Regelung an“, so die Stadt.

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