Am Ende feierte der ASC 09 Dortmund. © Stephan Schütze
Fußball-Oberliga

Ein ASC-Spieler ist am Ende im Nachholspiel zu schnell für den TuS Haltern

Der ASC 09 Dortmund traf am Donnerstagabend im Nachholspiel der Fußball-Oberliga auf den TuS Haltern. Aplerbecks schnellster Spieler sorgte für die Entscheidung.

Jeder, der am Donnerstagabend an der Schweizer Allee bei Temperaturen um den Nullpunkt mächtig fror, hätte sich so gerne erwärmen lassen. Fußballerisch blieben die beiden ersatzgeschwächten Oberliga-Teams des ASC 09 Dortmund und des TuS Haltern dies schuldig. Aber immerhin in Sachen Einsatz lieferten der Tabellensechste gegen den 16. einiges ab. Am Ende feierten die Aplerbecker ihren dritten Sieg in Serie. Das 2:1 (1:0) fiel in die Kategorie „Arbeitssieg“. Gäbe es sogar einen Filmtitel, hieße er „heiße Duelle in der Kühltruhe“.

Und so passte es zu diesem Nachholspiel, dass die Führung der Aplerbecker aus einem umkämpften Ball, aus einem Press-Schlag, resultierte. Und der Kämpfer vom Dienst durfte sich als Torschütze feiern lassen. Marcel Münzel (8.), der kürzlich seinen Vertrag verlängert hatte, brachte den entscheidenden Drall. Aplerbeck führte, was der Mannschaft von Antonios Kotziampassis Sicherheit gab.

Dementsprechend ließ die Abwehr um die Innenverteidiger Jan Friedrich und Philipp Rosenkranz wenig zu. Richtige Chancen aber hatten auch die Gastgeber nicht. Halterns Abteilungsleiter Senioren Tim Eibold sprach dementsprechend passend von „einem 0:0-Spiel, das 1:0 stand“. Gut, ASC-Kapitän hatte in der 40. Minute eine gute Einschusschance. Ansonsten kämpften beide Mannschaften im Mittelfeld, einer Region in der Tabelle, aus der Aplerbeck mit diesem Erfolg emporklettert.

Nach der Pause aber legten die Gäste noch einmal zu. Und den Gastgebern entglitt die Partie. Peter Elbers, agilerer Part des Halterner Sturmduos, hatte eine Chance aus halbrechter Position (50.). Ansonsten hielt der ASC den Gast vom Tor entfernt. Das ging aber nicht ewig gut. Denn Elbers waltete nach eine Hereingabe von links seines Amtes und staubte ab – 1:1 (74.). Es war der neunte Treffer des Neuners.

„Vielleicht zeichnet es uns aus, dass wir das 2:1 unbedingt wollen“, sagte Kotziampassis. Denn der ASC hatte sich schnell aus der tor- und kältebedingten Schockstarre gelöst. Aplerbecks schnellster Spieler, Maurice Danielle Werlein, verzichtete auf den Elfmeter und wurschtelte den Ball lieber über die Linie (83.). Eine kluge Entscheidung! Denn sie bedeutete den Dreier. „Wir haben ein Scheißspiel gewonnen“ sagte der ASC-Coach im Kreis und bestätigte diese Einschätzung wenig später. „Aber Hut ab an die Mannschaft. Mit dieser Besetzung bei diesem straffen Programm hat sie einen starken Willen.“

Für Haltern war nicht nur die Kälte bitter. Denn der TuS war im zweiten Abschnitt zwingender, hatte ein Chancenplus. Elbers‘ Fallrückzieher in der Nachspielzeit hätte definitiv noch einen Treffer verdient gehabt. Eibold fand, verdient wäre zudem ein Punkt gewesen: „Das Chancenplus nach der Pause lag bei uns. Wir können uns nur nichts dafür kaufen.“ Ein kleines „Hätte, Hätte“ ließ der Halterner doch noch los: „Macht Peter den, bringe ich ihn mit der Schubkarre nach Haltern.“ Wäre nett gewesen, nur hätte Elbers bestimmt verzichtet. Eine Sitzheizung für die Rückfahrt hätte er deutlich besser gebrauchen können.

ASC: Held – Horstmann, Friedrich, Rosenkranz (55. Urban), da Costa Pereira – West – Stuhldreier, Münzel, Schmidt (65. Kallenbach) – Dahoud (73. Rausch), Werlein (84. Schäfer)

Haltern: Drobe – Scheele, Dagott, Temme, Lehmann – Sandkühler (27. Sarokha), Keller – Gilani (62. Ibraim), Pulver (76. Yazici) – Elbers, Loheider



Tore: 1:0 Münzel (8.), 1:1 Elbers (74.), 2:1 Werlein (83. )

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle

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