Ein Treffer entschied das Derby zwischen dem Kirchhörder SC und dem SV Brackel. © Folty
Fußball-Landesliga

Ein Treffer entscheidet das Landesliga-Derby zwischen dem SV Brackel und Kirchhörder SC

Ein biederes Landesliga-Derby zwischen dem SV Brackel und Kirchhörder SC sieht nur einen einzigen Treffer. Beim KSC fehlte der Schlüsselspieler.

Das Derby zwischen dem SV Brackel und dem Kirchhörder SC sah nur einen einzigen Treffer. Bei einem der beiden Dortmunder Landesligisten zahlt sich Geduld derzeit einfach aus.

Geduldig blieben auch die Brackeler Zuschauer, für die am Ende in erster Linie der vierte Sieg in Serie zählte. Der holprige Start in die Landesliga scheint am Hallenbad vergessen. Die Nullsechser stehen nach dem 1:0-Derbysieg über den Kirchhörder SC als Siebter kurz vor dem Einzug ins obere Tabellendrittel.

Und das ist verdient. Daran ändert auch ein eher wenig von den Sitzen reißendes Derby nicht. Denn auf der Positivseite steht bei Brackel wieder eine gute Ordnung und das für ein solches Derby notwendige Engagement. Dazu kommt ein umsichtiger und stets selbst gefährlicher Zehner Patrick Sacher.

Finn Serocka (l.) bleib am Sonntag ohne Tor.
Finn Serocka (l.) bleib am Sonntag ohne Tor. © Nils Foltynowicz © Nils Foltynowicz

Dieser entschied die Partie, als er nach Vorarbeit durch William Valenti von der KSC-Verteidigung alleine gelassen wurde und den Ball im langen Eck versenkte (47.). Sacher freute sich riesig über den Erfolg: „Ein Derby so zu gewinnen, ist geil. Denn vor sechs, sieben Wochen hätten wir solch ein Spiel noch verloren.“

Das lag an ihm, das lag aber auch an der Entwicklung der Brackeler Mannschaft: „Wir haben so viele junge Spieler, die immer besser werden, die auch die nötige Ruhe bewahren, um solch eine Führung auch über die Zeit zu bringen“, sagte Sacher.

SV Brackel: „Spiel war keine Augenweide“

Er tutete da in genau das Horn, in das auch sein Trainer Giovanni Schiattarella geblasen hatte. Der Coach fand: „Das war heute bestimmt keine Augenweide. Aber 60 Minuten kontrollieren wir das Spiel. Dann sahen wir den KSC in der Vorwärtsbewegung.“

Trotz der Brackeler Kontrolle machten die Kirchhörder aus ihrer Personalmisere zunächst auch nicht das Schlechteste. Sie hatten durch Daniel Touko (16.) und Lars Kozdron (25.) sogar die ersten Chancen. Dann aber näherte sich Brackel immer mehr dem ersten Treffer an. Malcolm Ferro kam zum Schuss (36.), dann verfehlt ein Sacher-Kopfball sein Ziel sehr knapp (42.). Aber das 0:0 zur Pause ging in Ordnung, weil Kirchhörde ebenfalls diszipliniert blieb, aber eben auch wenig zwingend.

Neben dem krankheitsbedingten Ausfall der zentralen Figur Simon Rudnik saß der angeschlagene Mustafa Yüksel zunächst auf der Bank. Michael Sievers, ein zuverlässiger Sechser, hatte sich komplett verabschiedet. Er lebt jetzt in Hamburg. Und so bewahrheitete sich, was Kirchhördes Trainer Sascha Rammel vor einem Jahr prognostiziert hatte: „Spielen unsere besten Elf, sind wir ein Team für vorne. Spielen sie nicht, verläuft die Saison längst nicht so erfreulich.“

Kirchhörder SC: „Für mehr reicht die Qualität nicht“

Dass die auch noch nicht ganz fitten Alexander Bernhard und Christian Wazian sonst zu dieser besten Elf gehören, zeigten sie in der Schlussphase dieses Derbys. Denn ab der 60. Minute veränderte sich der Charakter dieses laut Rammel „biederen Spiels“. Eine Co-Produktion der einwechselten Offensiven brachte Wazian nicht im vom starken Dennis Wegner gehüteten Tor unter (68.).

Bis zum Schlusspfiff sollte es beim Prädikat „stets bemüht“ bleiben. „Für mehr reicht die Qualität dieser Mannschaft in dieser Besetzung dann auch nicht“, resümierte Rammel.

Fast hätte sich Kirchhörde durch eine Doppelchance von Sacher und Niklas Lohkamp, der den Pfosten traf, noch ein zweites Gegentor gefangen (88.). Das wäre wohl doch etwas des Guten zu viel gewesen, denn für Giovanni Schiattarella war es „in Ordnung von uns. Mehr aber auch nicht.“

SV Brackel: Wegner – Cakirlar, Joppien, Hartmann, Lange – Lohkamp, Achahboun – Coleman (86. Langfeld), Sacher, Valenti – Ferro (90. Erdogan)

Kirchhörde: Gerlach – Rous, Mendes, Veen (87. Salli), Ulusoy – Kozdron, Pape (85 Yüksel) – Touko (61. Wazian), Vasic (57. Bernhard), Atalay – Serocka

Tore: 1:0 Sacher (47.)

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Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle

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