Türkspor Dortmund gewann sein Topspiel gegen dem SüVgg Horsthausen mit 3:0. © Stephan Schütze
Fußball-Landesliga

Ein Türkspor-Matchwinner im Topspiel gegen Horsthausen war nicht an einem Tor beteiligt

Türkspor Dortmund hat das Topduell gegen Horsthausen verdient mit 3:0 gewonnen. Großen Anteil daran hatte ein Spieler, der nicht an einem Treffer beteiligt war.

Türkspor Dortmund hat am Sonntag unter Beweis gestellt, warum der Aufstieg nur über das hochgejazzte Team laufen kann. Im Topspiel gegen die bis dahin in sieben Spielen erfolgreiche Spielvereinigung Horsthausen hatte Türkspor keine Probleme und gewann mit 3:0. Nach dem Spieler des Matchs zu suchen, fällt auf den ersten Blick erstmal leicht. Stürmer Marcel Reichwein hat zweimal getroffen und eine starke Leistung abgeliefert.

Aber ein weiterer Spieler zeigte ebenfalls eine überragende Leistung und hielt Türkspor in dieser wichtigen Partie auf Kurs: Torhüter Muhammed Acil. Der Keeper war an zwei Schlüsselszenen beteiligt. In der 30. Minute parierte er einen Schuss von Diyar Dilek aus sechs Metern mit einem unglaublichen Reflex. Im direkten Gegenstoß traf Justin Braun für Türkspor zum 1:0.

Muhammed Acil war in der dritten Folge von „Nur einer darf mit“ zu Gast. © Screenshot: Kisker © Screenshot: Kisker

„Den hält er überragend. Mo hat ein weiteres Mal bewiesen, warum er für mich zu den besten Torhütern Dortmunds gehört. Vielleicht ein, zwei Torhüter der Stadt spielen auf seinem Level. Ich bin Fan von Mo“, sagt Türkspors Trainer Sebastian Tyrala. Dabei hat Acil ihn am Morgen noch versucht zu veräppeln.

„Ja, ich habe ihm Sonntagmorgen geschrieben, dass ich ausfalle“, sagt Acil, „das hat er mir aber nicht abgenommen. Er wusste, wie heiß ich auf das Spiel war. Ich hätte auch mit einem gebrochenen Bein und einer gebrochenen Hand gespielt. Dieses Spiel wollte ich unbedingt gewinnen“, sagt Acil.

Das hat Tyrala die ganze Woche über schon beim Training gemerkt. „Mo war heiß wie Frittenfett, schon im Training ging es zur Sache. Ich war mir auch sicher, dass wir die Partie gewinnen, weil ich wusste, dass wir die bessere Mannschaft haben. Das hat das Spiel ja auch gezeigt“, sagt Tyrala.

Wie heiß Acil war, präsentierte er auch im zweiten Abschnitt, als Sven Jubt alleine auf ihn zulief. „Ich bin ganz lange stehengeblieben. Er wollte den Ball dann in die lange Ecke schieben. Aber ich konnte mit dem Bein den Anschlusstreffer verhindern“, sagt Acil. Tyrala weiß, wie wichtig diese Paraden für das Team waren.

„Bei der ersten Möglichkeit hätte es 0:1 gestanden, bei der zweiten hätte Horsthausen auf 1:2 verkürzt. Dann kann ein Spiel plötzlich anders laufen. Aber dafür haben wir ja Mo und können uns immer auf ihn verlassen. Er ist halt ein Ausnahmetorhüter für diese Liga“, sagt Tyrala.

Acil freut sich über das Lob des Trainers, denn „Torhüter sind zumeist die stillen Helden. Im Mittelpunkt stehen die Stürmer“, so Acil. So wie Marcel Reichwein am Sonntag. Doch Acils Paraden waren für den 3:0-Erfolg genauso wichtig wie Reichweins Tore.

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T. Schulzke