Frauenfußball

Eintracht Dorstfeld dominiert das Kreispokal-Finale und verteidigt den Titel

Die Fußballerinnen von Eintracht Dorstfeld haben ihren Titel im Kreispokal verteidigt. In einer torreichen Partie besiegte die Mannschaft von Manfred Schulze den Wambeler SV am Ende deutlich.
Titelverteidiger feierte einen souveränen Sieg gegen den Wambeler SV. © Foltynowicz

Schönes Wetter, vorbildliche Organisation, viele disziplinierte Zuschauer, Manfred Schulze wieder an Bord und ein klares 6:0 (3:0) gegen den Wambeler SV. Hätte jemand die Fußballerinnen von Eintracht Dorstfeld einige Tage vor dem Endspiel um den Kreispokal auf eigener Anlage gefragt, wie ein Finaltag unter Corona-Bedingungen im besten Fall aussehen könnte, hätten sie diesen Sonntag bestimmt gerne genommen.

Die Elf vom Wasserfall dominierte unter diesen Umständen bei besten Bedingungen das Geschehen so schnell, dass selbst der lautstarke und sangesfreudige Wambeler Anhang kurzzeitig verstummte. Waren vielleicht anfangs Organisatoren und Spielerinnen nicht sicher, ob irgendwann eine gewisse Lockerheit einkehren könnte, so sahen sie, dass zumindest Dorstfeld diese schnell gewann.

Gäste waren zu nervös

„Nach 15 Minuten war die Partie schon entschieden“, sagte Manfred Schulze, der Eintracht-Trainer. Manfred Schulze? Ja, der Manfred Schulze, der vor einige Zeit den Frauenfußball am Wasserfall nach vorne gebracht hatte, zuletzt aber beim TuS Rahm war. „Ich habe vor wenigen Wochen das zunächst provisorisch übernommen, will unser Team jetzt aber dauerhaft in der Landesliga begleiten.“

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Eintracht Dorstfeld bejubelt ungefährdete Titelverteidigung

Und es ging ja mit dem Titel generell und im Spiel im Speziellen sehr gut los. Caterina Mannino köpfte gleich im ersten Angriff zum 1:0 ein (1.). Laura Sari Ghassemian (14.) erhöhte völlig freistehend per Kopf auf 2:0. „Nach dem 0:1 wäre ja noch alles drin gewesen“, kommentierte Wambels Trainer Timo Weißwange. „Aber wir waren mit unseren Köpfen hier nicht auf dem Platz.“

Mannino und Wojcinski treffen doppelt

Dass der Ausgang der einseitigen Partie mit dem nach ähnlichen Strickmuster wie beim 2:0 entstandenen 3:0 durch Kiara Salm (34.) endgültig klar war, tat der Spielfreude der Gastgeberinnen keinen Abbruch. Die Wambelerinnen ließen immerhin die Köpfe nicht hängen: „Wir waren zu nervös“, sagte der Gästecoach. „Wir können besser spielen.“

Die gut aufgelegte Offensivkraft der Heimmannschaft Jana Wojcinski erhöhte noch vor der Pause auf 5:0 (38. Und 43.). Besonders nett anzusehen war der kunstvolle Heber um 5:0 in den Winkel.

Die Zuschauer, sofern sie nicht aus Wambel waren, kamen auf ihre Kosten. Im Übrigen nahm es auch der WSV-Anhang gelassen. Die Großchance von Annika Fälker nach dem Wechsel (58.) bejubelten sie und ließen einen Annika-Fälker-Gesang folgen. Kurz nach der Pause besorgte Caterina Mannino, die den Rahmen des Spiels damit öffnete und schloss, den Endstand (51.).

Fortan passierte nicht mehr viel. Dorstfeld bejubelte die Titelverteidigung. Schon vor einem Jahr hatte die Eintracht Wambel geschlagen. Manfred Schulze ist glücklich, wieder da zu sein: „Ich freue mich, mit den Frauen gleich gewonnen zu haben. Wir müssen uns ja erst wieder aneinander gewöhnen.“

Eintracht: Puzicha – Gnatzy (73. Eickelmann), Witt, Salm, Schmidt – Mannino (73. Mannino), Ghassemian, Zabell – Albrecht – Kapleta (33. Akan), Wojcinski (55. Jatzkowski)


Wambel:
Civelek – Höner, Müller (62. Pekelis), Schröder, Suhl – Prinzen (62. Jauer) – Brückner, Mutschall (44. Fälker), Klonz – Kurenbach, Zienke (62. Sefünc)


Tore:
1:0 Mannino (1.) 2:0 Ghassemian (14.), 3:0 Salm (34.), 4:0, 5:0 Wojcinski (38., 43.), 6:0 Mannino (51.)

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