In den vergangenen beiden Spielen einer Dortmunder Amateurmannschaft lag der Ball 15 Mal im eigenen Tor. © Jens Lukas
Fußball

Erst 0:7, dann 0:8 und jetzt kommt die Tormaschine – aber der Trainer ist optimistisch

In zwei Spielen kassierte ein Dortmunder Amateurteam 15 Gegentore. Im nächsten Spiel geht es gegen die Mannschaft mit den meisten Toren der Liga – und beide Torhüter fallen aus.

Das tut weh: 0:7 und 0:8 gingen die vergangenen beiden Spiele eines Dortmunder Amateurvereins aus. Und am kommenden Spieltag geht es auch noch gegen die Tormaschine der Liga. Bahnt sich dort die nächste Klatsche an?

„Wenn wir 9:0 gewinnen, wäre das schon eine Sensation“, sagt Mohammad Shoja Bakhtian, Trainer vom TuS Eving Lindenhorst, und lacht. In der Kreisliga B3 gab es am vergangenen Spieltag ein 0:7 bei Eving Selimiye Spor II. Zwei Tage später kassierte die Mannschaft im Kreispokal beim BV Lünen sogar noch ein Tor mehr.

Christopher Drews (r.) gehörte zu den Torschützen seiner Mannschaft.
Christopher Drews (r.) gehörte zu den Torschützen seiner Mannschaft. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Und am Sonntag (10. Oktober) ist die zweite Mannschaft von BW Alstedde im Dortmunder Norden zu Gast. In fünf Spielen schoss der aktuell Zweitplatzierte 28 Tore – die meisten der Liga. Im vergangenen Spiel gab es ein 8:2 gegen den SC Dortmund 97/08. Gegen den SuS Derne 19 gewann die U23 sogar mit 13:2.

In der Tabelle steht Eving Lindenhorst gar nicht schlecht da

„Die sind jung und können Fußball spielen. Ich hoffe nicht, dass wir so hoch verlieren, aber in der Liga kann auch jeder jeden schlagen“, hofft Shoja Bakhtian auf einen Überraschungssieg.

Aber warum hat Eving Lindenhorst in den vergangenen beiden Spielen so viele Gegentore kassiert? Immerhin steht die Mannschaft noch mit neun Punkten auf dem sechsten Rang und hat auch nicht die meisten Gegentreffer der Liga bekommen.

Der Stammtorwart fällt aus und der Ersatzmann ist gesperrt

„Wir haben im Pokal ein paar Spieler geschont und gegen Selimiye Spor II hat unser Torwart in der zweiten Halbzeit die Rote Karte gesehen. Danach musste ein Feldspieler ins Tor und es gab drei Gegentore innerhalb kürzester Zeit“, erklärt der Trainer.

Gegen Alstedde ist der Stammtorwart dementsprechend gesperrt und da der Ersatzmann verletzt ist, herrscht auf der Position Not. „Eventuell bekommen wir noch einen Torhüter aus der Zweiten oder Dritten, sonst muss wieder ein Feldspieler zwischen die Pfosten.“

Trotzdem sieht Shoja Bakhtian nicht schwarz. „Wir haben noch einige Verstärkungen bekommen, die aber erst in der Rückrunde spielen können, dann traue ich der Mannschaft aber auf jeden Fall mehr zu.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch