Ein Ex-Spieler von TuS Bövinghausen ist bei Westfalia Wickede voll eingeschlagen. © Nils Foltynowicz
Fußball-Westfalenliga

Ex-Bövinghausener ist bei Wickede einer der Besten – und soll am besten zehn Jahre da bleiben

Anfang des Jahres wechselte ein Spieler von Bövinghausen zu Wickede. Bei seinem neuen Klub ist er voll eingeschlagen. Vor dem Training geht er ins Fitnessstudio - und hat einen Rat an junge Spieler.

Nach 693 sieglosen Tagen feierte Westfalia Wickede gegen Dröschede wieder einen Erfolg. Aus den vergangenen drei Spielen holte der Westfalenligisten sieben Punkte. Zweimal blieb die Mannschaft dabei ohne Gegentor. Das liegt auch an einem Neuzugang, der bei Wickede voll eingeschlagen ist.

Daniel Dukic, Sportlicher Leiter und Co-Trainer führt aus, was er an Torwart Frederic Westergerling schätzt. „Er kann dirigieren und ist dabei nicht so plump. Er schreit nicht wie ein Berserker rum. Manche Torhüter denken, dass sie umso besser sind, desto lauter sie schreien, aber Lautstärke ist nicht alles.“

Sportlicher Leiter: „Würde ihn gerne die nächsten zehn Jahre im Tor behalten“

Mit der Verpflichtung von Westergerling ist Dukic mehr als zufrieden, immerhin wollte er ihn schon bei seinen vorigen Vereinen holen. „Er ist ein Rückhalt, auf den man sich verlassen kann. Er hat seinen Anteil dazu beigetragen, dass wir öfter zu null gespielt haben. Ich würde ihn gerne die nächsten zehn Jahre im Tor behalten.“

Frederic Westergerling schließt sich Westfalia Wickede an.
Frederic Westergerling schließt sich Westfalia Wickede an. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Auch Westergerling bereut seinen Wechsel im Winter 2020/21 von TuS Bövinghausen zu Wickede nicht. „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, weil so ein Neubeginn grundsätzlich spannend ist. Ich wusste, was mich hier für eine Aufgabe erwartet. Es ist ein junger Kader mit ein paar erfahreneren Spielern.“

Westergerling sieht sich mit 27 Jahren als erfahrenen Spieler

Zu den Erfahrenen zählt er sich mit 27 Jahren trotzdem schon. „Ich spiele schon lange im Seniorenbereich. Ich war drei Jahre lang der Jüngste in der Mannschaft, hatte Balldienst. Ich war auch schon in der Jugend Kapitän und Führungsspieler, bin jetzt im Mannschaftsrat.“

Heutzutage vermisst Westergerling bei jungen Torhütern die Führungsstärke. „Das geht bei den Jungen verloren. Ich empfehle das positive Reden auf dem Platz. Das kann man sich beim Training gut erarbeiten.“ Er selbst spielte in der Jugend bei Schalke 04, wurde A-Jugend-Meister und traf nach einem Probetraining sogar Manuel Neuer.

Vor dem Training geht Westergerling ins Fitnessstudio

Bevor der Torwart heute zum Training fährt, geht der Student der FH Dortmund ins Fitnessstudio. „Als Torwart ist das eine andere Sache, da darf man auch mehr Masse haben. Ich trainiere vor allem Sprung- und Schnellkraft und passe die Belastung an.“ Vom Torwarttraining bei Wickede ist Westergerling begeistert. „Christian Skatulla ist ein super Torwarttrainer.“

Im kommenden Spiel am Sonntag (10. Oktober, 15.15 Uhr) gegen Rot-Weiß Deuten möchte Wickede die Zwei-Spiele-Siegesserie verlängern. „In dieser Liga muss man in jedem Spiel bei 100 Prozent sein. Deuten ist einen Platz hinter uns. Das ist das berühmte Sechs-Punkte-Spiel.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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