Der VfR Sölde (grün) trifft im Topspiel der Bezirksliga auf TuS Hannibal. © Dan Laryea
Fußball-Bezirksliga

Hannibals Berro vor Topspiel: „Sölde hat mehr zu verlieren“ – Trainer Nagel widerspricht

Am Sonntag (28. November) trifft Bezirksliga-Tabellenführer VfR Sölde auf den Zweiten TuS Hannibal. Vor dem Spiel sind sich beide Trainer uneinig über die Bedeutung des Topspiels.

Ja ist denn schon Weihnachten? Etwas weniger als einen Monat ist es noch bis Heiligabend, aber in der Bezirksliga 8 ist am kommenden Spieltag schon Bescherung. Am Sonntag (28. November, 14.30 Uhr, Sportplatz Rosengarten, live bei rn.de) trifft der Erste VfR Sölde (fünf Punkte Vorsprung) auf den Zweiten TuS Hannibal. Alle Zuschauer könnten mit einem tollen Spiel beschenkt werden.

Berro über Nagel: „Ich kenne ihn. Das ist Understatement“

Sölde-Trainer Marco Nagel spielt die Bedeutung des Topspiels aber etwas herunter: „Für mich ist das noch keine Vorentscheidung, eher ein richtungsweisendes Spiel. Wir müssen nicht gewinnen. Wir wollen mindestens einen Punkt und am liebsten drei.“ Nagel stellt aber auch klar: „Wir werden nicht auf Sicherheit spielen. Wir sind zuhause noch ungeschlagen.“

Trainer Hamza Berro vermisst seinen Topstürmer. © Schaper © Schaper

Hamza Berro, Trainer von TuS Hannibal, weiß genau, wie er Nagels Worte einordnen muss: „Ich kenne ihn natürlich. Das ist Understatement. Sölde hat mehr zu verlieren. Sie könnten in den letzten drei Spielen vor Weihnachten nach einer komfortablen Situation ihren ersten Platz verlieren. Marco kann nicht sagen, dass er keinen Druck hat.“

Nagel zu Hannibal: „Sie haben eine brutale Offensive“

Nach dem Topspiel gegen Hannibal spielt Sölde gegen den aktuellen Dritten Mühlhausen-Uelzen. „Gegen schwächere Teams können sich die Spieler nicht so motivieren“, hat Trainer Nagel bemerkt. „Nach dem Spiel gegen Geisecke (0:0, Anm d. Red.) kamen die ersten Nachrichten. Die Jungs haben sich gegenseitig heiß gemacht. Nur das Spiel gegen Hannibal ist Thema.“

Sölde-Trainer Marco Nagel (l.) warnt vor Hannibals Offensive.
Sölde-Trainer Marco Nagel (l.) warnt vor Hannibals Offensive. © Nils Foltynowicz © Nils Foltynowicz

Besonders vor dem Sturm von Hannibal, die beste Offensive der Liga mit 48 Treffern, warnt Söldes Coach: „Sie haben eine brutale Offensive. Kleinigkeiten werden das Spiel entscheiden. Wir werden versuchen, unser Spiel durchzudrücken. Wir werden gucken, welche Abwehr die gegnerischen Stürmer besser in den Griff bekommt.“

Sölde hat die Pause zum Auskurieren genutzt

Söldes Offensive mit 31 Toren ist zwar auch nicht schlecht, aber das Prunkstück ist die Defensive mit erste acht Gegentoren. „Fakt ist, dass wir pro Spiel vier Tore machen. Ganz ausschalten kann man uns nicht“, gibt sich Hannibals Berro optimistisch, dass einer seiner Angreifer früher oder später treffen wird.

Beim TuS ist nur ein Spieler fraglich. Bei Sölde hat man die spielfreie Zeit genutzt, um die Verletzten wieder fit zu bekommen. „Die Pause kam zum richtigen Zeitpunkt“, so Nagel.

Trotzdem werden mit Fabien Garando, Kevin Kastner, Lamar Lambartz, Louis Müller vier Spieler verletzt fehlen. Jan Henke und Jan Keuntje sollen über die zweite Mannschaft herangeführt werden, kommen dementsprechend Sonntag auch noch nicht in Frage.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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