Fußball-Westfalenliga

Hitzige Derbyschlacht: Brünninghausen besiegt Wickede nach heißem Tanz – zehn Gelbe Karten

Das war ein wirklich hitziges Derby. Der FC Brünninghausen bezwang am Sonntag die Wickeder Westfalia nach einem harten Kampf. Der Unparteiische musste häufig in seine Brusttasche packen.

Am Ende streckten die Spieler in Blau-Weiß die Arme in die Höhe, sammelten sich im Mannschaftskreis, tanzten und hüpften: Der FC Brünninghausen hat sich am Sonntag in einem packenden Westfalenliga-Derby gegen den BV Westfalia Wickede durchgesetzt. 3:2 hieß es aus FCB-Sicht nach 90 Minuten im Wickeder Pappelstadion. Brünninghausen bleibt damit in der Spitzengruppe, Wickedes Fehlstart ist perfekt.

Dabei zeigte der BV Westfalia keine schlechte Leistung, war nach einem schwachen Start gut in der Partie und traf vor der Pause zum Ausgleich. Nachdem Emre Hamut den FCB in Führung brachte (9.), war es Finn Heinings, der in der 38. Minute das 1:1 erzielte.

„Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber am Ende ist das Ergebnis natürlich wieder ernüchternd. Wir haben null Punkte aus drei Spielen, das ist eine Katastrophe. Aber wir machen weiter“, resümierte Wickede-Coach Marko Schott nach dem Spiel.

Ein Spiel, das in weiten Teilen der Begegnung hitzig war und auch die ein oder andere Gelbe Karte des Unparteiischen Moritz Ludorf erforderte. Insgesamt zehn Gelbe Karten verteilte der Schiedsrichter. Es war Dampf drin im Derby.

Wickede stellte die FCB-Spieler nach der Drangphase der Gäste in den Anfangsminuten gut zu. Brünninghausen hatte seine Mühe. „Das war das erwartet schwere Spiel. Wickede ist halt eine Derbymannschaft – mit Kämpfen, Kratzen und Beißen. Uns ist in der ersten Halbzeit wenig eingefallen. In der zweiten Halbzeit lief es besser. In den ersten zehn Minuten haben wir da vermeintlich den Sack zugemacht“, sagte FCB-Spielertrainer Florian Gondrum.

In Durchgang zwei bekam der FCB nämlich endlich mal Tempo in sein Spiel. Patrick Trawinski traf nach schöner Vorarbeit von Jan-Nils Bachmann, der sich auf dem linken Flügel durchsetzte, zum 2:1 (61.), Drei Minuten später erhöhte der FCB durch Jonas Telschow nach Vorarbeit von Dominik Deppe auf 3:1 – ein Doppelschlag. Und die Vorentscheidung? Bei Weitem nicht.

Wickede, das eine gute Moral und einen herzhaften Kampf anbot, knallte sich weiter in die Zweikämpfe und gab sich nicht auf. Durch einen berechtigen Foulelfmeter – Sebastian Kruse legte Karim Lmcademali – kam Wickede zum Anschluss durch Heinings (78.). „Dann wurde es nochmal ein Derby. Meine Mannschaft hat da sehr gelitten“, sagte Gondrum. Doch es reichte, Brünninghausen triumphierte letztlich und steht nun auf Rang zwei.

Westfalia Wickede: Westergerling – Mönig, Heinings, Antunes Gouveia Fernandes (66. da Silva Macedo), Nielinger, Cakir (83. Gowik), El Moudni, Pietryga (66. Hangebruch), Konya, Dietz, Overhoff (61. Lmcademali)
FC Brünninghausen: Broda – Kruse, Kubilay Tekin, Bachmann, El Hamassi, Trawinski (81. Liskunov), Hamut (60. Palmieri), Onur Tekin (76. Großkreutz), Telschow, Deppe (66. Ziegelmeir), Cinar
Tore: 0:1 Hamut (9.), 1:1 Heinings (38.), 1:2 Trawinski (61.), 1:3 Telschow (64.), 2:3 Heinings Foulelfmeter (78.)

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer