Fußball

Huckarde-Spieler verletzt sich schwer: „Wir haben das Geräusch mehrere Meter entfernt gehört“

„Da ahnten wir schon, was passiert sein muss.“ Westfalia Huckardes Trainer Mathias Tomaschweski genügte das Geräusch, das über den Platz tönte, als sich ein Spieler verletzte.

Verletzungen gehören zum Sport – leider. Wenn diese aber gravierend, schmerzhaft und langwierig sind, rückt der Mensch in den Fokus. Dass eine Auswechslung notwendig wird, interessiert dann kaum einen. Auch das Ergebnis gerät etwas in den Hintergrund.

Und wenn das sogar in einem Derby so ist, muss etwas Schlimmes passiert sein. Tim Babosek, Westfalia Huckardes Kapitän, traf es im Ortsduell gegen Blau-Weiß. Die Achillessehne riss. „Wir haben dieses unangenehme Geräusch auch mehrere Meter entfernt noch gehört“, berichtete Westfalias Spielertrainer Mathias Tomaschewski. „Da ahnten wir schon, was passiert sein muss. Tim war ohne Fremdeinwirkung gefallen.“

Tomaschewski hätte viel lieber über ein klares 5:2 im Derby, das so besonders war, weil beide Klubs in diesem Jahr 100 Jahre alt werden, geredet. „Aber so etwas trübt die Freude doch sehr. Und noch beachtlicher die folgenden Worte: „Ich sehe da nicht den Fußballer, sondern den Menschen, der Familie und einen Job hat und da beeinträchtigt ist, der jetzt eine Operation benötigt.“ Am heutigen Montag kam Babosek unters Messer.

Sicher sein der guten Wünsche auch aus dem Lager des Rivalen darf sich Westfalias Mannschaftsführer. Stark die Reaktion von BW-Trainer Thomas Faust: „Natürlich denke ich an Tim. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung. Ich kenne seine Familie und ihn schon sehr lange. Ich habe ihm versprochen, mich nach der Operation bei ihm zu melden. Das werde ich machen.“ Und dann hoffentlich gute Nachrichten von einer gelungenen Operation hören.

Das Spiel musste fast 30 Minuten unterbrochen werden, ehe Babosek transportfähig war. Aber auch das sollte hinterher eine Randnotiz bleiben.

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Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle