Der Spielabbruch in Lünen in der vergangenen Woche wird ein längeres Verfahren nach sich ziehen. © Reith
Fußball

In der Kreisliga C: Schiedsrichter bricht Partie schon nach fünf Minuten ab

Genau fünf Minuten dauerte es, da durften die Spieler beider Mannschaften bereits duschen gehen. Der Grund ist kurios.

Es war wohl das kürzeste Fußball-Spiel in Dortmund an diesem Sonntag (12. September). Fünf Minuten ließ der Schiedsrichter die Partie laufen, dann brach er ab. Was war der Grund?

Eine Schlägerei jedenfalls war es nicht, dass der TuS Neuasseln nur fünf Minuten gegen RW Balikesirspor II spielen durfte. Der Grund ist viel banaler: Die Gäste von Balikesirsopor lagen bereits früh mit 0:2 hinten. Dennis Zitzlaff (1.) und Jens Wyluda (4.) trafen für Neuasseln.

Die Gastgeber hatten aber auch leichtes Spiel. Weil Balikesirspor II so schwach war? Ja und nein: Fußballerisch konnte Balikesispor nämlich kaum mithalten mit dem TuS Neuasseln, weil das Team personalschwach war. Mit lediglich sieben Spielern traten die Gäste an, während Neuasseln regulär mit elf Spieler spielte. Als sich dann noch RW-Torwart Mehmet Aksakal nach wenigen Minuten verletzte und nicht weiterspielen konnte, blieb Schiedsrichter Anil-Ferkan Yaser keine andere Wahl mehr, als das Spiel abzubrechen.

Die Regel im Fußball ist klar: Kann eine Mannschaft keine sieben Spieler mehr aufbringen, darf das Spiel nicht fortgesetzt werden. Ein Gutes hatte das Spiel für die Gäste von Balikesirspor aber auch: Durch den Antritt bleibt es für sie dabei, dass sie zwei Mal nicht antreten dürfen, ohne vom Ligabetrieb ausgeschlossen zu werden. Tritt eine Mannschaft dreimal nicht an, steht sie als erster Absteiger fest.

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Niklas Berkel