Türkspor-Boss Dr. Akin Kara hatte in den vergangenen Monaten kräftig am Personal-Karussel gedreht. © Verein
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Jetzt erklärt Türkspor-Präsident Kara, warum es zur Trennung mit Kalpakidis gekommen ist

Diese Nachricht schlug ein. Türkspor Dortmund und der Sportliche Leiter Dimitrios Kalpakidis gehen getrennte Wege. Jetzt erklärt Türkspors Präsident Dr. Akin Kara, wie es dazu kam.

Am Freitagabend kam heraus, dass der Fußball-Landesligist Türkspor Dortmund und der Sportliche Leiter Dimitrios Kalpakidis nicht mehr zusammenarbeiten. Damit endete die Partnerschaft nach nicht einmal einem Jahr. Kalpakidis erklärte in einem Telefonat, dass er und der Präsident in einem Gespräch nicht mehr auf einen Nenner gekommen sind.

In unserer Erstmeldung fehlte ein Statement des Präsidenten, weil der im Urlaub weilt und nicht auf die Anrufe und Anfrage unserer Redaktion laut eigener Aussage reagieren konnte. Jetzt hat er sich aber gemeldet und erklärt, warum es zu der Trennung kam.

„Der Aufwand und die Verantwortung der Mannschaft ist im Vergleich zu anderen Mannschaften sehr groß. Beispielsweise haben wir zwölf Vertragsspieler, was zu großen bürokratischem Aufwand führt. Zudem ist eine Tribüne in Planung, was nochmals eine zeitliche Herausforderung ist. Da Herr Kalpakidis nur für den sportlichen Anteil zuständig sein möchte, was für uns nicht ausreichend ist, kam es zur einvernehmliche Trennung“, erklärt Dr. Akin Kara.

Er betont, dass er mit der Arbeit von der Kalpadikis zufrieden und dass er von seiner fußballerischen Kompetenz überzeugt sei. „Er hat dem Verein in schwierigen Zeiten beigestanden. Es war die richtige Entscheidung, ihn letztes Jahr in der Mannschaft willkommen zu heißen“, sagt Dr. Akin Kara.

Der Start bei Türkspor war für Kalpakidis turbulent. Nachdem der Klub ihn als Sportlichen Leiter vorgestellt hatte, trat das Trainer-Duo Kevin Großkreutz und Reza Hassani zurück. Kalpakidis musste das Team bis zum Lockdown dann coachen.

Zu der Frage, ob Kalpakidis als Sportlicher Leiter an allen Transfers beteiligt war, antwortet Dr. Kara: „Pandemie-bedingt kam es nicht zu häufigen Präsenzgesprächen. Die Transfers wurden leider nur durch Empfehlungen von vertraulichen Referenzen ausgewählt und bei Herrn Kalpadikis vorgelegt, was für einen Sportlichen Leiter nicht üblich ist. Der Wunsch von Herrn Kalpakidis war es, die Spieler in den Spielen zu sichten und so die Transfers zu verwirklichen. Aufgrund der strengen Corona-Bestimmungen kam es aber nicht dazu. Er ging mit der Situation jedoch sehr verständnisvoll um und hat alle Neuzugänge abgesegnet.“

Der Klub möchte mittelfristig wieder mit einem Sportlichen Leiter zusammenarbeiten. „Zurzeit werden die Arbeiten eines Sportlichen Leiters vereinsintern aufgeteilt.“

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T. Schulzke