Marc Neul (l.) bleibt auch weiterhin Trainer des TuS Eichlinghofen. © Stephan Schütze
Fußball-Bezirksliga

Nach Verlängerung: Marc Neul kündigt zwei Neuzugänge an – ein Unterschiedsspieler dabei

Der TuS Eichlinghofen hat mit dem Trainerteam verlängert. Im Interview nach der Zusage kündigt der Trainer des Bezirksligisten gleich zwei Neuverpflichtungen an. Einer spielte bereits beim Lüner SV.

Marc Neul (32) und sein Trainerteam gehen gestärkt aus der sportlichen Krise hervor. Der Vorstand des TuS Eichlinghofen verlängerte jetzt seinen Vertrag sowie auch die des Co-Trainers Markus „Maxi Dücker“ und Sportlichen Leiters Jan Verhoeven. Das Interview mit Marc Neul ist das mit einem Menschen, der sich in seiner Rolle und seinem Verein pudelwohl fühlt. Und mit einem, der einen interessanten Neuzugang präsentiert.

Marc Neul, hatten Sie nach den ersten Niederlagen Zweifel?

Tatsächlich nein! Der Verein und auch wir als Trainer hatten ja gespürt, dass die Stimmung trotz der anfangs ernüchternden Ergebnisse nie schlecht war. Das Vertrauen war immer da und hat uns letztendlich auch geholfen.

Es ist Ihr erstes Jahr als Chefcoach. Ermutigend war dann der letzte Platz nach zehn Spieltagen aber bestimmt nicht…

Das stimmt natürlich, aber ich wusste ja, wie die Jungs arbeiten. Wir hatten einfach viel zu viele Ausfälle. Das Miteinander und Füreinander hat aber immer gestimmt. Am Ende haben wir endlich auch die Früchte unserer Arbeit geerntet. Das Gespräch mit dem Vorstand jetzt am Montag war sehr positiv. Nein, Zweifel hatten wir alle nicht.

Was ist Ihnen im Training wichtig?

Besonders die Intensität! Wäre das Training nicht intensiv, machte es weniger Spaß. Und genau diesen Spaß brauchen wir. Ich denke auch, dass die Einheiten anspruchsvoll sein sollten. So fordern wir uns mehr.

Dass der Knackpunkt für bessere Ergebnisse das gewonnene Pokalspiel in Bövinghausen war, lässt sich unschwer erkennen. Wie kommt so etwas?

Einige hatten uns vorher gesagt, wir hätten gar nicht nach Bövinghausen zu fahren gebraucht. Ohne Druck sind wir über uns hinausgewachsen. Wir haben gespürt: Wir können es doch auch im Spiel, nicht nur im Training. Ehrlicherweise müssen wir aber auch hinzufügen, dass sich unsere Personalsituation von Woche zu Woche besserte.

Und jetzt folgt langsam der Blick nach oben?

Wir sind keine Phantasten und gehen davon aus, dass wir jetzt einfach so klettern. Wir sind mit einem Vorsprung von drei Punkten bei einem Spiel weniger jetzt über dem Strich. In dieser Saison reicht es uns, wen wir den Abstand zum Keller so groß halten, dass wir uns keine ernsthaften Sorgen machen müssen.

Damit Sie beruhigt auch mit den Spielern zwecks Verlängerungen reden können?

Damit fangen wir jetzt an. Ich sehe da bei keinem unserer Spieler aber nicht den Drang, den Verein unbedingt verlassen zu wollen.

Tut etwas Bewegung dem Kader denn nicht auch gut?

In dem Sinne, dass wir zwei junge neue Leute verpflichtet haben, beweisen wird das aktuell schon. Sefa Ayaz, ein Talent der Hammer Spielvereinigung (21), ursprünglich aus Hombruch, dann auch beim Lüner SV, ist ein Talent mit Offensivdrang. Ich sehe in ihm sogar einen Unterschiedsspieler. Dann haben wir auch noch Robin Brendel von den A-Junioren Westfalia Hernes geholt. Da wir aktuell keine A-Junioren haben, ist er erst ab 1. April spielberechtigt.

Alles schön also an der Hövel?

Wenn wir in schwierigen Zeiten zusammenstehen, macht das doch Mut für bessere Zeiten.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle

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