Brünninghausens Trainer Rafik Halim applaudierte einem neuen Talent für dessen Traumtor. © Nils Foltynowicz
Fußball Westfalenliga 2

Schocknachricht beim FC Brünninghausen: Die Schulter ist bei einem Topspieler angebrochen

Beim FC Brünninghausen läuft es aktuell rund. Nach dem deutlichen 4:1 Sieg beim FC Iserlohn ist der FCB neuer Tabellenführer der Westfalenliga 2. Eine Verletzung trübt die Stimmung.

Brünninghausens Trainer Rafik Halim ist aktuell ein beneidenswerter Coach im Dortmunder Amateurfußball. Sein Team eroberte am vergangenen Wochenende nach dem Sieg in Iserlohn den Platz an der Sonne in der Westfalenliga 2 und hat den Topfavoriten aus Bövinghausen aufgrund der insgesamt mehr erzielten Treffer erstmalig auf Rang zwei verdrängen.

„Wir haben jede Woche 18, 19 einsatzfähige Spieler und vom Niveau her viele gleichgute Jungs. Außerdem kommen wir über die mannschaftliche Geschlossenheit“, erklärt Halim. Den Teamspirit und die gute Stimmung könne man auch daran erkennen, dass nach einem erfolgreichen Spiel „eben nicht nur fünf Jungs zusammen etwas essen gehen, sondern zehn.“

Kruse könnte mehrere Wochen fehlen

Einer der Erfolgsgaranten ist Innenverteidiger Sebastian Kruse, der bereits seit 2015 Am Hombruchsfeld aktiv ist und 2018 sogar mit dem Verein in die Oberliga aufsteigen konnte.

Eine bittere Diagnose könnte ihn nun jedoch für einige Wochen ausbremsen: „Gegen Bövinghausen bin ich unglücklich auf die Schulter gefallen und hatte danach starke Schmerzen“, berichtet Kruse. Anschließend habe er von zwei Ärzten gesagt bekommen, dass die Schulter nur geprellt sei. Nun jedoch der Schock: „Die Schulter ist wohl doch angebrochen. Ich war nochmal bei einem Orthopäden, die Diagnose hat mich überrascht.“

Sechs Wochen solle Kruse den Arm mit einer Schlinge ruhigstellen und keinen Sport machen. Endgültig soll die Diagnose aber noch nicht sein, wie Kruse verrät: „Ich habe die Bilder noch an einen weiteren Orthopäden aus meinem privaten Umfeld gegeben, der Schulter-Experte ist, um mir noch eine weitere Meinung einzuholen.“

Sebastian Kruse fehlt vorerst dem FC Brünninghausen. © Nils Foltynowicz © Nils Foltynowicz

Auch Brünninghausens Trainer Halim gibt die Hoffnung noch nicht auf: „Wir gehen jetzt mal noch nicht vom Schlimmsten aus und hoffen auf das Beste.“ Nichtsdestotrotz wäre es für Halim ein „krasser Ausfall“, da er Kruse „als einen der besten Innenverteidiger der Liga“ sieht.

Falls sich die Diagnose bestätigen sollte, ist Halim aber nicht Angst und Bange um seine insgesamt relativ junge Mannschaft. „Wir haben neben Sebastian auch noch andere erfahrene Spieler, die den Ausfall kompensieren könnten und die Jungs führen können, Sebastian Lötters und Marcel Großkreutz zum Beispiel. Wir haben totales Vertrauen in den Kader.“ Großkreutz hat Kruse am vergangenen Wochenende als Innenverteidiger ersetzt, die Abwehr stabilisiert und noch einen Treffer erzielt.

Andere Spieler warten auf ihre Chance

Kruse selbst kann seinem Trainer da nur zustimmen und ist sich sicher, dass die Mannschaft seinen Ausfall ohne Probleme kompensieren könnte: „Wir haben fünf Innenverteidiger, die auf einem guten Niveau sind. Außerdem haben es die anderen auch einfach mal verdient, eine Chance zu bekommen.“

So oder so wird der FCB alles daran setzen, die Erfolgsserie von sechs Siegen und einem Unentschieden fortzuführen. Laut Trainer Halim am liebsten „mit einem gesunden Kruse“.