Sebastian Tyrala war irritiert. © Schaper
Fußball-Landesliga

Sebastian Tyrala verlässt Türkspor am Freitagabend – Er hat einen neuen Klub in Dortmund

Das ist eine Sensation: Sebastian Tyrala wird den Fußball-Landesligisten Türkspor Dortmund am Freitagabend verlassen und sich einem neuen Dortmunder Klub anschließen.

Trainer Sebastian Tyrala steht am Freitagabend während der Landesliga-Partie gegen SuS Kaiserau an der Linie des Landesliga-Zweiten Türkspor Dortmund. Nach unseren Informationen wird er sich am selben Abend vom Team verabschieden und sich einem neuen Klub anschließen. Er bleibt nach gesicherten Informationen innerhalb von Dortmund.

Er schließt sich im Anschluss dem Westfalenliga-Tabellenführer TuS Bövinghausen an. In Zusammenarbeit mit Sven Thormann und Kevin Großkreutz wird er dann für das Team verantwortlich sein. Tyrala ist der neue Chef-Trainer des Klubs. Weder Tyrala noch Bövinghausen-Präsident Ajan Dzaferoski und auch nicht Türkspor-Chef Dr. Akin Kara wollten sich am Mittwoch zu diesem Thema offiziell äußern. Es gab aber kein Dementi. Nach unseren Information werden alle Parteien spätestens am Samstag bestätigen, dass Tyrala zu Bövinghausen wechselt.

Dieser Wechsel überrascht, denn Tyrala ist erst seit Juli bei Türkspor und coacht das Team extrem erfolgreich. Erst hat er mit dem Team durch einen 2:1-Erfolg gegen den BSV Schüren den Hecker-Cup in Aplerbeck gewonnen. Aktuell rangiert der Klub mit 24 Punkten aus neun Partien auf Rang zwei der Landesliga. Erst am Wochenende hat Türkspor das Topspiel gegen die Spielvereinigung Horsthausen mit 3:0 gewonnen.

Es überrascht ebenfalls, dass der TuS Bövinghausen überhaupt auf der Suche nach einem Cheftrainer war. Mit Sven Thormann und Kevin Großkreutz lief es ja bisher optimal. Mit 25 Punkten aus neun Partien liegt der Klub an Platz eins der Westfalenliga. Aber Ajan Dzaferoski ist dafür bekannt, überraschende Transfers zu tätigen. Und auf prominente Namen steht er sowieso. Tyrala war ja auch unter anderem Profi bei Borussia Dortmund und hat für die polnische Nationalmannschaft gespielt.

Man darf gespannt sein, wie es die Türkspor-Mannschaft aufnimmt, dass Tyrala sie verlässt. Es erscheint doch schon skurril, dass Tyrala am Freitag an der Seitenlinie steht, obwohl schon feststeht, dass er im Anschluss den Verein verlässt. Wer ihn kennt, weiß, dass er alles dafür geben wird, sich mit einem Sieg zu verabschieden.

Spätestens am Samstag wird man dann erfahren, warum er den Klub letztlich verlässt, wie die beiden Vereinsbosse den Wechsel einschätzen und ob es die richtige Entscheidung war, ihn am Freitagabend noch einmal das Team coachen zu lassen.

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T. Schulzke