Auch im Fußballkreis Unna/Hamm mussten die Schiedsrichter in den sogenannten Freundschaftsspielen bereits ab und zu die Rote Karte ziehen. © picture alliance/dpa
Fußball

Spielabbruch! Dem einen Trainer wurde das Spiel zu hitzig, der andere Trainer wusste nichts

In einem Testspiel zwischen zweier Dortmunder Kreisligisten kam es kurz nach der Halbzeit zu einem Spielabbruch. Beide Trainer widersprachen sich ein Stück weit bei den Gründen.

4:0 stand es bereits zur Halbzeit im Duell der zwei Kreisligisten. Als dann nach sechs Minuten in der zweiten Halbzeit der Gastgeber durch eine Rote Karte dezimiert wurde, wurde das Spiel abgebrochen. Der Spieler wollte seinem Gegenspieler „eine mitgeben“, so sein Trainer. Was er Gott sei Dank nicht getan habe. Abgebrochen wurde das Spiel dennoch. Warum?

Da widersprechen sich beide Trainer. Christian Senger, Trainer des FV Scharnhorst, habe keine Ahnung gehabt, warum Idriz Göz, Trainer des FC Merkur, nicht mehr weiterspielen wollte. „Wir waren weit überlegen, hätten auch höher gewonnen, wenn Merkur weitergespielt hätte“, sagte Senger. Durch Tore von Michael Czapla (1., 35.), Dimitri Pirushkin (25.) sowie Robin Wosiek (45.+4) führte Scharnhorst deutlich.

Nach der Roten Karte gegen einen Merkur-Spieler (51.) habe sich eine Rudelbildung gebildet. „Es hat sich aber kein Spieler geprügelt“, erklärte Senger. Danach sei Merkur vom Platz gegangen. „Ob es vielleicht eine disziplinarische Maßnahme vom Trainer war, weiß ich nicht.“

Idriz Göz dagegen beteuerte, dass er zusammen mit dem Scharnhorster Kapitän den Spielabbruch beschlossen habe. „Am Anfang war das Spiel sehr hitzig. Da hat mich ein Scharnhorster auch sehr unfair mit beiden Beinen voraus gefoult“, so der Merkurer Spielertrainer. Danach hätte es viele Nickligkeiten gegeben. Er sei schon in der Halbzeit zum Schiedsrichter gegangen mit der Bemerkung, dass es Sinn machen würde, abzubrechen.

Das geschah dann auch nach dem Platzverweis gegen einen seiner Spieler. „Einer meiner Jungs wollte einem Gegenspieler einen mitgeben, hat ihn aber nicht getroffen. Rot gab es zu Recht. Wir kamen dann danach mit dem gegnerischen Kapitän zum Schluss, die Partie abzubrechen. Für ein normales Sonntagsspiel war das zu hitzig und wir haben sowieso schon einige Verletzte.“

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Niklas Berkel

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