Michael Kuhfeld (l.) vom VfR Sölde darf sich über eine persönliche Auszeichnung freuen. © Sebastian Reith
Fußball-Bezirksliga

„Spieler des Spieltags“ vom VfR Sölde musste mal vom Platz direkt in Quarantäne

Michael Kuhfeld wurde zum Dortmunder Spieler des fünften Spieltags gewählt. Der Innenverteidiger erklärt, warum es beim VfR Sölde so gut läuft und spricht über ein kurioses Spiel im September 2020.

Beim VfR Sölde in der Fußball-Bezirksliga 8 läuft es in dieser Saison: Der Tabellenführer ist noch ungeschlagen und einer der Spieler hat noch einen Grund mehr zur Freude. Michael Kuhfeld wurde zum Dortmunder Spieler des fünften Spieltags gewählt. Dabei hatte er mit einer Nominierung gar nicht gerechnet.

Kuhfeld erhielt fast ein Viertel aller Stimmen bei der Abstimmung

„Ich war tatsächlich überrascht davon. Denn Miguel hatte in dem Spiel doch immerhin zwei Tore gemacht“, erklärt Kuhfeld. Sölde hatte am fünften Spieltag mit 3:0 gegen den TSC Kamen gewonnen und Miguel Simoes Dos Santos traf dabei eben doppelt.

Doch auch Kuhfeld schien unsere Leserinnen und Leser mit seiner Leistung beeindruckt zu haben. 23 Prozent der 400 Stimmen bekam der Innenverteidiger. Damit erhielt er zehn Prozent mehr als der Zweite Marcel Ramsey vom FC Roj. „Ich habe mich riesig darüber gefreut und hoffe natürlich auf mehr Auszeichnungen“, sagt der 23-Jährige.

Kuhfeld hat beim VfR Sölde so viel Spaß wie noch nie

Unabhängig von seinen persönlichen Titeln kann Kuhfeld am Saisonende vielleicht noch einen Mannschaftserfolg feiern. Immerhin ist Sölde nach sechs Siegen aus den ersten sechs Spielen auf dem besten Weg in Richtung Landesliga.

Warum läuft es beim Team von Marco Nagel so gut? Kuhfeld weiß es: „In der Mannschaft stimmt alles. Die Stimmung ist super. Ich hatte noch nie so viel Spaß in einer Mannschaft. Wir sind wie eine kleine Familie.“ Auf die Frage nach dem möglichen Aufstieg antwortet er in bester Profi-Manier: „Wir gucken von Spiel zu Spiel.“

Kuhfelds Vorbild ist David Alaba

Ein Profifußballer, der ihn persönlich besonders beeindruckt, ist David Alaba von Real Madrid. „In der Jugend hatte ich fast alles von ihm. Die Trikotnummer, die Frisur, nur die Schuhe nicht. Ich habe aber wie er erst als Links- und dann als Innenverteidiger gespielt. Mittlerweile habe ich meinen eigenen Stil.“

Wahrscheinlich das kurioseste Spiel seiner bisherigen Karriere hatte Kuhfeld im September 2020. Damals war er während des Spiels gegen den SSV Mühlhausen darüber informiert worden, dass er und seine Freundin in Quarantäne müssten.

Kuhfeld erfuhr auf dem Fußballplatz von der anstehenden Quarantäne

Seine Freundin, mit der er zusammenwohnt, hatte Mannschaftskamerad Kevin Dölling, der nicht spielte und zuschaute, während der Partie geschrieben, dass sie Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte und sie und Kuhfeld sich umgehend in Quarantäne begeben müssten.

„Ich habe mich gewundert, als das Spiel mitten in der ersten Halbzeit auf einmal angehalten wurde. Ich dachte erst, dass es war, weil jemand verletzt auf dem Boden liegt. Ich bin dann direkt vom Platz in die Dusche gegangen und nach Hause gefahren. Das war merkwürdiges Gefühl. Ich hätte der Mannschaft gerne geholfen“, erinnert Kuhfeld sich zurück.

Glücklicherweise hatten er und seine Freundin kein Corona und sie hätten die Quarantäne zu zweit gut überstanden.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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