Giovanni Schiattarella hat einen großen Einfluss auf deinen der Brackeler Hoffnungsträger. © Schaper
Fußball-Landesliga

SV Brackel: 18-Jähriger spielt sich ins Rampenlicht und organisiert schon das Spiel

Ein junger Fußballer hat sich beim SV Brackel 06 ins Rampenlicht gespielt. Nach seiner Jugendkarriere bei namhaften Klubs hat er ach bei den Senioren schon einen großen Förderer gefunden.

Er ist einer der Lichtblicke im eher tristeren Gesamtbild, das der SV Brackel 06 auf einem Abstiegsplatz derzeit bietet. Nur gut, dass die vielen jungen Leute das Positive heraussaugen und einbringen. Denn Anlass für Pessimismus haben sie am Hallenbad trotz erst fünf Punkten aus sieben Spielen nicht.

Dafür gibt es zu viel Gutes. Findet auch der Lichtblick. Und wenn alles glatt läuft, leuchten am Sonntag nach der Partie gegen den Erler SV an der Oesterstraße alle Lampen heller.

Mohamed Achahboun organisiert das Mittelfeld

Mohamed Achahboun, 18 Jahre jung, verbessert schon seit Sommer die Laune eines jeden Brackelers, wenn das Talent im Mittelfeld selbstbewusst und unbekümmert das Spiel mitorganisiert.

„Ja, ich mag es, am Ball zu sein und die Gegner laufen zu lassen“, erklärt der Evinger Junge, den es in seiner gerade erst abgeschlossenen Juniorenzeit zu Schalke 04 –„Hatte mich auch überrascht, dass die auf mich aufmerksam wurden“, sagt er selbst dazu –, RW Essen und zum TSC Eintracht verschlug.

Dass er in Giovanni Schiattarellas Talentschmiede landete, verdankte er aber einem anderen. Hasan Kayabasi ist seit Sommer Sportlicher Leiter der Brackeler. Um Achahboun zu entdecken, musste er aber gar nicht weit blicken.

Der Youngster erklärt: „Hasans Sohn Mikail und ich sind sehr enge Freunde. Hasan wollte mich damals schon nach Lünen holen. Jetzt hat es eben in Brackel geklappt.“

Mohamed Achahboun lobt Giovanni Schiattarella

Und der angehende Wirtschaftsstudent ahnte sofort, dass dieser Schritt ein guter sein würde: „Ich sage über wenige Leute schnell, dass sie Ahnung von Fußball haben. Aber Giova ist als Trainer super. Ich frage ihn oft etwas. Er erklärt mir dann seinen Fußball.“

Schiattarella gilt seit Längerem schon als Coach, der seine Begeisterung, sein Wissen über den von ihm genauesten analysierten und weiterentwickelten Fußball besonders gerne lernwilligen Jungs vermittelt.

Und sie hören ihm zu, weil sie an ihn, aber auch an sich glauben. Schiattarellas Mantra – „unsere Zeit kommt noch“ – lässt die Talente nach dem wenig erbaulichen Start nicht verzagen. Achahboun relativiert das auch: „Mal abgesehen von Türkspor, die deutlich besser sind, waren wir nie deutlich unterlegen, meistens auf Augenhöhe. Ab und an fehlt uns da auch das Spielglück.“

Mohamed Achahboun (unten, 2.v.r.) spielt seit Sommer für den SV Brackel.
Mohamed Achahboun (unten, 2.v.r.) spielt seit Sommer für den SV Brackel. © Folty © Folty

Das, glaubt das Talent, könne sich sein Team erarbeiten. Achahboun, der angenehm selbstbewusst spricht, ordnet sich da durchaus unter: „Ich trage als Junger auch den Ballsack. Das ist eben im Fußball so.“

Aus diesem Holz sind Fußballer geschnitzt, deren beste Zeit, wenn andere die Ballsäcke für sie tragen, noch vor ihnen liegt. Achahboun wird seinem Trainer nicht widersprechen, wenn er sagt, dass diese Zeit am besten mit einem Erfolg gegen Erle beginnt. Kurzer Einschub: „Das ist allerdings eine Rasenmannschaft, die über Zweikämpfe kommt.“

Achahboun aber wird schon wissen: Wer hinter das dunkle Tabellenbild blickt, sieht da schon jetzt neben ihm als Lichtblick manche Flamme lodern. „Und am Ende können wir sogar noch im oberen Mittelfeld landen.“ Das klingt sehr hell.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle