Das Spitzenspiel zwischen dem BSV Fortuna Dortmund und dem SV Westrich war hart umkämpft. © Jens Volke
Fußball-Kreisliga

SV Westrich verliert das große B-Liga-Topspiel – Trainer bei Aufstiegsfrage einig

In der Kreisliga B1 ist an der Tabellenspitze Spannung garantiert. Nach dem direkten Duell am Samstag sind die ersten beiden Mannschaften nun punktgleich. Die Trainer sind sich hinsichtlich der Aufstiegsfrage einig.

Das Topspiel in der Kreisliga B1 konnte am Sonntagnachmittag der BSV Fortuna Dortmund für sich entscheiden. Gegen den SV Westrich, bis dahin ohne Punktverlust, stand am Ende ein 3:2-Erfolg. Nun ist die Fortuna die einzige Mannschaft, die noch keine Punkte abgegeben hat und trotz eines Spiels weniger punktgleich mit Westrich ist. Hat der BSV nun die Oberhand im Aufstiegskampf?

SV Westrich will weiter an Fortuna dranbleiben

„Die Tabelle lügt nicht“, erklärt Westrich-Coach Tobias Ahland und fügt an: „Wenn Fortuna ihr achtes Spiel gewinnt, sind sie drei Punkte vorbei. Das ist schwierig genug, aufzuholen“. Dennoch wolle man von nun an weiterhin „unsere Hausaufgaben machen“ und zur Stelle sein, sollte der BSV mal Punkte liegen lassen. Noch sei es aber zu früh im Saisonverlauf, um konkrete Prognosen abzugeben oder ein Team im Aufstiegskampf sogar abzuschreiben.

Das sieht auch BSV-Trainer Thomas Kramer so. Bei Westrich und Ahland geht es darum, sich nicht selbst zu früh aus dem Kampf um die Tabellenspitze zu katapultieren – mit Worten wie mit Taten. Kramer nutzt den Einschub, es sei noch zu früh, um zu bremsen. „Es ist noch ein langer Weg“, betont er, stellt aber auch klar: „Die Momentaufnahme macht uns Spaß“. In der Momentaufnahme hat der BSV nämlich alle Spiele der laufenden Saison gewonnen und gegenüber Westrich also noch ein Spiel in der Hinterhand.

BSV-Coach Kramer lobt Einstellung seiner Mannschaft

Der vielleicht wichtigste Schritt wurde aber bereits am vergangenen Sonntag getan: 3:2-Sieg im Topspiel gegen den SVW. „Das war Werbung für die Kreisliga B“, blickt Kramer auf das Duell zurück, welches von beiden Mannschaften auf einem hohen Niveau geführt worden sei. Der Erfolgsgarant für die Fortuna sei laut deren Coach die Einstellung seiner Schützlinge gewesen. „Der unbedingte Einsatzwille, das war herausragend von meiner Mannschaft“, lobt Kramer mit Blick auf die Gründe für den Sieg. Darüber hinaus habe man den zuvor erarbeiteten Matchplan von Beginn an umgesetzt, wie man es sich vorgenommen hatte.

Kramers Gegenüber sieht eher die Fehler seiner Mannschaft als entscheidenden Faktor der Partie. „Es steht und fällt mit der Defensive, vorne machen wir immer irgendwie unsere Tore“, sagt Tobias Ahland. Auch er hat ein „ausgeglichenes Spiel“ gesehen, seine Mannschaft sei jedoch „nicht zwingend genug“ gewesen. Westrichs Trainer findet zudem Lob für den Gegner: „Der BSV hat clever verteidigt, war offensiv sehr quirlig und hat unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt“. Ein Unentschieden sei vielleicht gerecht gewesen, der Sieg des SVW ginge letztlich aber auch in Ordnung. Ein Einschnitt in den sehr positiven Saisonstart sei das Spiel auch nicht gewesen. „Wir gewinnen und verlieren zusammen“, erklärt Ahland, so habe man es schon nach dem Spiel in der internen Whats-App-Gruppe kommuniziert.

Fortuna Dortmund und SV Westrich wollen ruhig bleiben

Thomas Kramer sieht die Stärke seiner Mannschaft in der Ausgeglichenheit des gesamten Kaders, insgesamt hat man in dieser Saison schon 20 Spieler eingesetzt. Mit diesem breiten Kader wolle man „bis Ende des Jahres oben mitmischen“ und „Anfang nächsten Jahres gucken, wo wir stehen“, benennt Kramer die Devise für die nächsten Wochen.

An oberster Stelle steht jedoch: „Ruhe bewahren!“. Ruhe bewahren vor zu großer Euphorie ob des starken Saisonstarts. Ruhe bewahren gilt auch für die Westricher. Um die Niederlage im direkten Duell nicht zu schwer wiegen zu lassen. „Wir stecken nicht auf“, betont Ahland, der optimistisch ist, „dass wir in den nächsten Wochen wieder in die Spur kommen“. Nach dem ersten Viertel der Saison scheinen die Voraussetzungen für einen spannenden Aufstiegskampf jedenfalls perfekt.