Packender Kampf um drei Punkte: Kevin Großkreutz (l.) und der TuS Bövinghausen besiegten am Samstagabend den DSC Wanne-Eickel. © Stephan Schütze
Fußball-Westfalenliga

TuS Bövinghausen krallt sich alleinige Spitzenposition – und sucht doch nach der letzten Gier

Der TuS Bövinghausen hat seinen Erfolgsmarsch fortgesetzt. Gegen den DSC Wanne-Eickel feierte der Klub aus dem Dortmunder Westen am Samstagabend einen Sieg. Die letzte Gier hat aber phasenweise gefehlt.

Aus voller Kehle brüllten sie in den kühlen Bövinghausener Nachthimmel: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“. Die siegreichen Akteure des TuS Bövinghausen hüpften geschlossen auf dem Spielfeld, kosteten den schwer erarbeiteten 1:0-Sieg gegen den DSC Wanne-Eickel am Samstagabend voll aus. Bövinghausen hat nach dem Remis zuletzt im Derby gegen Brünninghausen nun wieder gewonnen – sein sechstes Spiel in der siebten Partie. Der TuS steht dort, wo er auch am Ende der Spielzeit stehen will: Alleine an der Spitze.

Zumindest bis Sonntagnachmittag führt die Mannschaft von Trainer Sven Thormann die Tabelle in der Westfalenliga 2 an, ehe der FC Brünninghausen mit einem möglichen Erfolg in Iserlohn wieder gleichziehen könnte. Das 1:0 gegen Wanne-Eickel war gewiss kein schmuckvoller Sieg, dafür aber ein hart erarbeiteter und am Ende auch völlig verdienter Erfolg. „Es war ein schwieriges Spiel. In der ersten Halbzeit hat uns einiges gefehlt. Es hat viele Situationen gegeben, die wir besser hätten ausspielen können“, resümierte TuS-Trainer Thormann nach dem Spiel.

Die vielen Zuschauer an der Provinzialstraße sahen ein umkämpftes Westfalenliga-Spiel, das allerdings vor allem in der ersten Halbzeit recht wenig Chancen auf beiden Seiten bot. Bövinghausen wagte zwar ein paar Abschlüsse, die blieben aber ungefährlich. Die beste Möglichkeit – wenn auch nicht unbedingt herausgespielt – hatte der Gast in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs. Der Ex-Bövinghauser Deniz Batman spielte den Ball auf David Sdzuy und der zog per Dropick einfach mal ab. Der Ball knallte aus 30 Metern voll gegen die Latte. TuS-Keeper Ricardo Seifried wäre machtlos gewesen. „Die erste Halbzeit war sehr zerfahren“, sagte Thormann.

Doch das TuS-Spiel änderte sich im zweiten Durchgang dann etwas. Die Hausherren spielten konsequenter auf und belohnten sich früh. Gerade mal zwei Minuten nach Wiederanpfiff zappelte der zum einzigen Mal des Tages im Netz. Einen Ball von der rechten Seite verfehlte Migel-Max Schmeling per Kopf, zur Stelle war dann aber Andre Witt, der Gästekeeper Daniel Schultz mit einem strammen Schuss überwand.

„In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Druck erzeugen können, machen sofort das Tor. Das spielt uns natürlich in die Karten“, freute sich Thormann nach dem Spiel. Danach verpasste der TuS es allerdings, den Sack zuzumachen. Zwei riesige Möglichkeiten boten sich den beiden eingewechselten Spielern David Odonkor und Aleksandar Gjorgjievski. Während Odonkor alleine auf Schultz zulief und den Keeper direkt anschoss, verschoss Gjorgjievski in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter, nachdem Odonkor von Schultz klar gefoult wurde.

Thormann: „In den beiden Szenen haben vielleicht die letzte Konzentration und das letzte Quäntchen Glück gefehlt. Da müssen wir natürlich weiter dran arbeiten, dass wir die Gier mit reinbringen, das Tor machen zu wollen. Aufgrund der Spielanteile haben wir aber verdient gewonnen.“

Neben Witts Treffer war dabei auch der gut organisierte TuS-Defensivverbund um Keeper Ricardo Seifried maßgeblich an den drei Punkten beteiligt. Bövinghausen ist erneut ohne Gegentor geblieben, hat in den bisherigen Spielen lediglich einen Gegentreffer kassiert. „Das ist ein fast perfekter Start. Ich bin voll und ganz zufrieden. Dass wir nicht jeden Gegner mit 4:0 oder 5:0 vom Platz fegen, versteht sich ja von selbst“, sagt Thormann.

TuS Bövinghausen: Seifried – Bingöl, Haar, Dzaferoski, Rößler – Witt, Großkreutz, Rudolph (70. Odonkor), Özbek (51. Radojcic), Schmeling (88. Gjorgjievski), Onucka (83. Teichmöller)

Tor: 1:0 Witt (47.)

Bes. Vorkommnis: Gjorgjievski verschießt Foulelfmeter (90.+2)

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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