Ein Dortmunder Regionalliga-Fußballer erholt sich gerade von einer schwerwiegenden Verletzung. © Timo Janisch
Fußball

Verletzter Dortmunder Regionalliga-Fußballer ist vereinslos, aber peilt den Klassenerhalt an

Aktuell arbeitet er nach einer schweren Verletzung an seinem Comeback – und ist dabei Einzelkämpfer. Trotzdem strebt der Dortmunder Fußballer den Klassenerhalt an.

Im April verletzte er sich schwer. Anschließend entschied sich der Dortmunder Fußballer bewusst dazu, keinem Verein für die kommende Saison zuzusagen. Seitdem ist er vereinslos und arbeitet individuell an seinem Comeback – und peilt trotzdem den Klassenerhalt an.

Trotz eines Kreuzbandrisses, der noch nicht diagnostiziert worden war, spielte Jeffrey Malcherek im April 90 Minuten durch. Dann folgten die niederschmetternde Diagnose und schließlich das Saison-Aus beim Regionalligisten VfB Homberg.

Der Innenverteidiger entschied sich in der Folge bewusst dazu, möglichst alleine an seinem Comeback zu arbeiten. Eine Entscheidung, die sich sechs Monate später als richtige herausgestellt hat.

Jeffrey Malcherek (l.), hier gegen Borussia Dortmunds Steffen Tigges, ist ab dem 1. Juli vereinslos. © imago images/Thomas Bielefeld © imago images/Thomas Bielefeld

„Das ist das einzig Gute: Man hat keine Mannschaft und keinen Trainer, die einem Druck machen“, sagt Malcherek. Doch auch darüber hinaus bereut er seine Wahl nicht.

„Für die Persönlichkeit ist es nach 22 Jahren Teamsport nicht verkehrt, mal auf sich alleine gestellt zu sein“, so Malcherek. Man müsse die Dinge, die man nicht beeinflussen kann, eben so drehen, dass man das Positive daraus ziehen kann.

Jeffrey Malcherek peilt Comeback an

Das bedeutet allerdings nicht, dass den 22 Jahren Teamsport nicht noch weitere folgen sollen. „Das Knie ist top. Ich kann schon relativ viel machen und liege gut im Zeitplan“, sagt der 25-Jährige.

Malcherek, der schon in jungen Jahren bei Mengede 08/20, beim ASC 09 Dortmund und beim Lüner SV gespielt hat, könne schon wieder einige Läufe und leichte Richtungswechsel absolvieren.

Auch ein kleiner Rückschlag hielt ihn nicht auf. Bei einer Kraftmessung der Beugung löste sich ein kleiner Teil der Vernarbung. Ein bis zwei Wochen habe er da kürzertreten müssen, so der Defensivspieler.

Ab Januar würde er wettbewerbsfähig sein, so Malcherek. „Das ist nicht so üblich. Ich gebe auf jeden Fall Gas für das Comeback“, sagt er. Dabei könne es ihm sogar zu gute kommen, noch an keinen Verein gebunden zu sein. Wenn ein Klub im Winter – womöglich kurzfristig – sucht, „ dann bin ich auf dem Markt“, so Malcherek.

Jeffrey Malcherek will wieder in die Regionalliga West

Konkret sei allerdings noch nichts. Mit dem einen oder anderen Verein stünde er lose in Kontakt. Bald könne er sich vorstellen, nach und nach in das Training integriert zu werden – in dem Umfang, wie es eben möglich ist.

Ein Ziel hat der Dortmunder sich trotzdem gesetzt. „Ich peile schon den Klassenerhalt für mich an“, sagt Malcherek. Das bedeutet: die Regionalliga – optimalerweise die Staffel West.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch