Ein Ex-Spieler von Westfalia Wickede und dem Holzwickeder SC hat gegen Schalke 04 gespielt. © dpa
Fußball

„War mega“: „Holzwickeder Junge“ und Ex-Wickede-Spieler spielt gegen Schalke

Im Sommer 2020 wechselte ein Spieler von Westfalia Wickede in die Regionalliga. In der Länderspielpause durfte er gegen Schalke 04 spielen. Mit den Verteidigern habe er gut mithalten können.

Vor der Saison 2020/21 zog es einen Ex-Spieler vom Holzwickeder SC und Westfalia Wickede in die Regionalliga. Oft gespielt hat er in der vierthöchsten Spielkasse zwar noch nicht, aber in der Länderspielpause stand für ihn ein besonderes Highlight an – ein Testspiel gegen den FC Schalke 04.

Uzun durfte eine Halbzeit lang gegen Schalke spielen

„Das war mega. Schalke war bis jetzt mein größter Gegner“, sagt Kaniwar Uzun vom VfB Lübeck. Für den Viertligisten ging es am 7. Oktober in einem Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten. Eine Halbzeit lang durfte der Angreifer, der hauptsächlich in der zweiten Mannschaft in der Oberliga Schleswig-Holstein spielt, sich mit den Schalkern messen.

Kaniwar Uzun (r.) in Aktion für den VfB Lübeck II.
Kaniwar Uzun (r.) in Aktion für den VfB Lübeck II. © imago/Lobeca © imago/Lobeca

Ein Tor gelang Uzun bei der 0:2-Niederlage (Treffer: Marius Bülter und Mike Hanraths) vor 3003 Zuschauern im heimischen Stadion an der Lohmühle zwar nicht, trotzdem habe er ein Lob von seinem erst 30 Jahre alten Trainer Lukas Pfeiffer bekommen. „Es hat Spaß gemacht, zu gucken, wo man steht. Ich konnte gut mithalten mit den Verteidigern.“

Schalke-Stürmer Terodde ist „ein Vorbild für junge Spieler“

Zugegeben: Mit Marcin Kaminski spielte bei Schalke aber nur ein Abwehrmann, der zum Stamm in der zweiten Liga zählt. Neben ihm standen auch Ralf Fährmann oder Dominik Drexler auf dem Platz. Besonders beeindruckt haben den 22-Jährigen aber zwei andere Spieler.

„Bei Marius Bülter und Rodrigo Zalazar hat man einen Unterschied gemerkt, aber die können alle schon zocken.“ Ein anderer Schalker, der aber nicht spielte, beeindruckt Uzun besonders. „Simon Terodde ist ein super Stürmer. Er ist ein Vorbild für junge Spieler.“

In der Regionalliga kam Uzun noch nicht so oft zum Zug

Vor der Partie hatte der Stürmer von Lübeck ein Trikot mit der Nummer 153, eine große Packung Marzipan und eine VfB-Tasse überreicht bekommen. Mit 153 Toren ist Terodde der Zweitliga-Rekordtorschütze.

Kaniwar Uzun stürmte schon für den Holzwickeder SC, steht nun aber beim VfB Lübeck unter Vertrag. © Neumann © Neumann

So weit ist Uzun noch lange nicht. In der Regionalliga Nord kam der 1,97 Meter große Angreifer in dieser Saison erst zu zwei Einsätzen und 19 Spielminuten. In der Oberliga Schleswig-Holstein sieht seine Statistik schon besser aus: Fünf Spiele und je zwei Tore und Assists.

Uzun wollte schon mit dem Fußball aufhören, entschied sich aber anders

„In Zukunft hoffe ich auf mehr Spielzeit in der Regionalliga. Ich war schon öfter im Kader. Ich bin auf einem guten Weg und merke hier das Vertrauen. Der Verein baut auf mich.“ In der vierten Liga soll aber nicht Schluss sein. „Mein Ziel ist die Dritte Liga. Ich möchte eine gute Saison spielen und dann mal gucken. Ich bin groß und kann mit dem Ball umgehen.“

Den Wechsel in den Norden hat Uzun nicht bereut, obwohl er nach der Zeit in Wickede eigentlich mit dem Fußball aufhören wollte. „Ich bin sehr zufrieden und froh, dass ich meinen Mut dafür zusammengenommen habe.“

Uzun verfolgt noch noch Westfalia Wickede und den Holzwickeder SC

Die Westfalia verfolgt der Ex-Spieler in der Westfalenliga immer noch. „Ich habe mich sehr gefreut, als sie nach fast 700 Tagen endlich mal wieder gewonnen haben. Ich bin noch in einer Whatsapp-Gruppe und habe den Jungs gratuliert. Schotte (Trainer Marko Schott, Anm. d. Red.) ist ein super Kerl. Wickede ist ein geiler Verein. Ich hoffe, dass sie durchstarten.“

Auch auf den Holzwickeder SC in der Oberliga hat Uzun noch ein Auge. „Ich komme aus Holzwickede, bin ein Holzwickeder Junge. Aktuell läuft es nicht so (der HSC ist Sechszehnter, Anm. d. Red.). Ich bin aber guter Dinge, dass Trainer Marc Woller das hinbekommt.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch