Der TuS Bövinghausen ist aus dem Westfalenpokal ausgeschieden. © Stephan Schuetze
Fußball-Westfalenpokal

Westfalenpokal-Aus: Erste Pflichtspiel-Niederlage für den TuS Bövinghausen in dieser Saison

Gegen Oberligist Eintracht Rheine zeigt Westfalenligist TuS Bövinghausen eine ordentliche Leistung. Am Ende setzt sich der Gast durch und fügte dem TuS Bövinghausen die erste Pflichtspiel-Niederlage der Saison zu.

Der TuS Bövinghausen durfte schon einmal üben. Denn Gegner FC Eintracht Rheine ist Fünfter in der Liga, in die der TuS gerne möchte. Und was der Erste der Westfalenliga anbot, war durchaus auf dem angepeilten Level. Ein ganz seltener Abwehrfehler und ein Tor in der Nachspielzeit aber bedeuteten das Aus und die erste Pflichtspiel-Niederlage Bövinghausen dieser Spielzeit. Oberligist Rheine ist nach dem 2:0 (0:0) in der vierten Runde des Westfalenpokals.

Sven Thormann, der TuS-Trainer, war aber nicht sonderlich enttäuscht: „Klar, wir hatten gerade nach dem 0:1, das wir uns durch individuelle Fehler fingen, noch gute Chancen. Aber gegen einen guten Oberligisten auch 0:2 zu verlieren, ist wahrlich keine Schande. Das 0:2 fiel dann ja auch, als wir geöffnet hatten. Das passierte in der Schlussphase.“

Baris Özbek. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Es war lange kein ereignisreiches Spiel, aber eins von zwei Mannschaften, die den Westfalenpokal sehr ernst nehmen. Ja, es gab Chancen: Fabian Keralaj versuchte es für den FCE, aber der Versuch blieb ebenso erfolglos wie der für Patrick Rudolph (42.). Aber die Partie spielte sich über weite Strecken im Mittelfeld ab.

David Odonkor als einzige Spitze vor einer mal offensiveren, mal defensiveren Viererkette, mühte sich, hatte auch Aktionen, hatte aber keine echte Chance. Hinter dieser Reihe spielte und arbeitete Kevin Großkreutz Fußball. Und in der Verteidigung lief auch alles lange nach Plan. Bis dann doch der erste Lapsus auch gleich die Strafe des Oberligisten zur Folge hatte. Timo Scherping köpfte zum 0:1 ein (58.).

Eintracht Rheine macht spät alles klar

Immerhin etwas Gutes hatte dieses Tor: Beide Teams öffneten die Visiere. Die besten Chancen hatte der TuS, wenn er es aus der zweiten Reihe versuchte. Wieder war es Patrick Rudolph, der Cornelius Watta im FCE-Tor prüfte (60.). Der TuS zeigte eine Reaktion, wurde aber hinten damit auch angreifbarer. Und fast hätte Mirko Janning wieder per Kopfball die Entscheidung besorgt (63.).

Doch als Sebastian Mützel für Odonkor kam, war noch alles drin für die Bövinghauser. Und dann hatte Mützel auch die Ausgleichschance. An seinen Kopfball kam Patrick Rudolph nicht heran. Rudolph aber machte unliebsame Bekanntschaft mit dem Pfosten (80.). Es ging hin und her. Der TuS gab alles, lief aber immer Gefahr, sich das 0:2 zu fangen. Gino Lago-Bentrom hätte die Entscheidung besorgen können (88.).

Die vier Minuten Nachspielzeit dann spielte Rheine die Klasse aus und brachte nicht nur die Führung über die Zeit, sondern machten alles klar. Jannis Fraundörfer verlud die TuS-Abwehr. „Wir richten den Fokus jetzt auf die Liga“, sagte Thormann, „und nehmen die positive Erkenntnis mit, dass wir Augenhöhe hatten.“ Das stimmte – wie auch die Leistung der Gastgeber.

Bövinghausen: Seifried – Bingöl, Dzaferoski, Haar, Rößler – Großkreutz – Schmeling, Rudolph (82. Teichmöller), Onucka 80. Kropf), Özbek – Odonkor (64. Mützel)

Tore: 0:1 Scherping (59.), 0:2 Fraundörfer (90.)

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Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle