Ein Lüner Verein muss sich kurzfristig auf die Suche nach einem neuen Trainer machen. © Jens Lukas
Fußball

Zwölf Tore in drei Spielen: Das ist derzeit der erfolgreichste Dortmunder B-Liga-Stürmer

Von der Oberliga bis zur Kreisliga C gibt es nach dem Saisonstart bis jetzt nur drei Dortmunder Spieler, die schon zweistellig getroffen haben. Einer von ihnen hat seine Torquote alleine im letzten Spiel drastisch hochgeschraubt.

Vier Spiele der neuen Saison sind in den meisten Ligen bisher absolviert. Eine Spielanzahl, bei der so manche Mannschaft nur schwer auf eine zweistellige Anzahl der geschossenen Tore kommt. In Nette schafft das ein Spieler ganz alleine – in nur drei Spielen.

„Nein, das wusste ich nicht“. So bescheiden wie überrascht reagierte Dennis Schmidt auf die Nachricht, dass er aktuell einer der erfolgreichste Dortmunder Stürmer zwischen der Oberliga und der Kreisliga C ist. Zwei Tore gegen den TuS Deusen, vier gegen die Tamilstars Dortmund und am vergangenen Sonntag ganze sechs am Stück gegen Westfalia Kirchlinde. So hat der Goalgetter sein persönliches Torkonto in einem Spiel mal eben verdoppelt.

Für die sechs Treffer benötigte er gegen Kirchlinde gerade einmal etwas mehr als eine Stunde. Mit zwölf Toren ist Schmidt zusammen mit Daniel Grünfeld von Viktoria Kirchderne II, der bisher zehn Mal einnetzte, der einzige Dortmunder, der schon zweistellig in der B-Liga getroffen hat.

Für den 22-Jährigen war das vergangene Wochenende eine Premiere – zumindest im Seniorenbereich. Noch nie hatte er sechs Tore in einem Spiel erzielt. „In der Jugend vielleicht mal“, so Schmidt, „und in meiner ersten Seniorensaison waren es mal fünf Tore.“ Sechs aber noch nie. Sechs Tore, die den Angreifer nun an die Spitze der Dortmunder Torjäger im Amateurfußball hievten, was Schmidt selbst „erstaunlich“ findet. Der erfolgreiche Stürmer habe in den vergangenen Jahren in höheren Ligen auch Tore geschossen, „aber nicht so viele“, betont er.

Schmidt war schon im Jugendbereich in Nette aktiv und kam Ende 2020 von Rot-Weiß Germania aus der Bezirksliga zurück an seine alte Wirkungsstätte. In der höheren – und anspruchsvolleren – Liga habe Schmidt viel dazu gelernt, was er nun in der Kreisliga B einsetzen könne. Unter anderem, „wie ich mit meinem Körper umgehen muss“, so Nettes Toptorschütze.

Diesen könne er nun richtig einsetzen, er wisse in verschiedenen Situationen, was zu tun sei. Das Wissen um die eigenen Fähigkeiten ist ein wichtiger Punkt auf die Frage, warum es denn gerade so erfolgreich läuft. Doch dazu gehört noch mehr. Für Schmidt ist die Rückkehr zu seinem alten Verein ebenfalls ein wichtiger Faktor. „Hier habe ich Freunde, hier ist die Stimmung gut“, schildert der 22-Jährige. Und weiter: „Das merkt man auch in unserem Zusammenspiel“, das genauso gut sei.

Doch auch das Startprogramm der SF Nette dürfe man nicht vergessen. „Wir hatten nicht die stärksten Gegner“, gibt Schmidt zu Protokoll, da sei es „teilweise sehr einfach“ gewesen, die Tore zu erzielen. Der Stürmer bleibt unprätentiös und erklärt, er habe sich – entgegen anderer Stürmer, die Wetten abschlössen – kein Ziel gesetzt, aber auch keine Grenzen, wie Schmidt anfügt.

Bei zwölf Toren in drei Spielen scheint es ohnehin schwierig, an Grenzen zu denken.