Immer wieder kommt es im Bereich zwischen weiterführenden Schulen und Ortskern zu unschönen Szenen. © Jörg Bauerfeld
Tritte gegen den Kopf

13-Jähriger brutal überfallen – Vater des Opfers: „Das muss Konsequenzen haben“

Ein 13-Jähriger bedroht einen gleichaltrigen Schüler, auf dem Schulweg wird er überfallen. Jetzt meldet sich der Vater des betroffenen Jungen zu Wort. Er hält Aplerbeck mittlerweile für gefährlich.

Immer wieder ist es der Bereich Emschergasse und Strickerstraße: Hier führt der Schulweg von zahlreichen Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen an der Schweizer Allee vorbei. Und hier kommt es immer wieder zu Gewalttaten von Jugendlichen.

Brutale Attacke am helllichten Tag

Zumeist war das in der Vergangenheit in der Abendzeit der Fall. Am Freitag (12.11.) kam es dort am helllichten Tage, gegen 14.30 Uhr, zu einem brutalen Übergriff. Das Opfer war ein Schüler einer weiterführenden Schule, der sich auf dem Weg zur Bahn befand. Der Täter schlug das Opfer zu Boden und trat dem am Boden liegenden mehrfach auf den Kopf. Erst eine zur Hilfe eilende Frau konnte Schlimmeres verhindern.

„Mein Sohn hat schwere Prellungen erlitten. Wir haben sofort Anzeige erstattet“, sagt nun der Vater im Gespräch mit der Redaktion. Der Name der betroffenen Familie ist der Redaktion bekannt. Aus Furcht vor weiteren Übergriffen möchte die Familie des Opfers allerdings nicht namentlich genannt werden. Denn der Täter sei, so der Vater, polizeilich bekannt. „Zudem ist auch bekannt, dass der Junge aus Schüren noch einen Cousin hat, der auch gerne zuschlägt.“

Mehrere Delikte in den letzten Wochen

Der Vater des überfallenen Jungen fordert nun Konsequenzen. Von der Schule, die der Täter besucht. Die befindet sich nämlich ebenfalls an der Schweizer Allee. „Ich denke, dass man das Thema Gewalt und Kriminalität in Aplerbeck einmal beleuchten sollte. Der Polizei ist das bekannt und es wurden wohl schon Maßnahmen ergriffen“, so der Vater. Nichtsdestotrotz habe es in den letzten Wochen zwei Körperverletzungen mit Raub gegeben und ein Mädchen sei sexuell belästigt worden.

Aber was kann man tun? „Da diese Tat auf dem Schulweg und in Schulnähe passiert ist, muss das Konsequenzen haben. Einen Schulverweis zum Beispiel.“ Die Schule des Täters sei bekannt und man könne doch als Schulleitung nicht zulassen, dass noch weitere brutale Taten folgen. Eine Anzeige bei der Polizei sei erfolgt.

Die entsprechen Schule hat auf Anfrage der Redaktion reagiert. Man werde in so einem Fall das Schulgesetz anwenden. Dort steht unter anderem:

  • Aus dem Sicherungszweck der Ordnungsmaßnahmen ergibt sich, dass außerschulisches Verhalten nur dann zur Verhängung einer Ordnungsmaßnahme führen darf, wenn es unmittelbar störende Auswirkungen auf den Schulbetrieb hat und in einem unmittelbaren Bezug zum Schulbesuch steht, wie Angriffe auf Lehrer oder Mitschüler aus einem schulischen Anlass oder in schulischem Zusammenhang, Gewalttätigkeiten gegen Mitschüler auf dem Schulweg, Dealer-Tätigkeit oder Aufrufe zum Unterrichtsboykott.

Die Familie des Opfers zieht daraus jetzt Konsequenzen. Sie hält Aplerbeck mittlerweile für gefährlich.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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Jörg Bauerfeld

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