Auch dieser Transporter wird von der Sperrung überrascht und muss vor der Absperrung wenden. Seit dem 13. Oktober ist eine Zufahrt von der Löttringhauser Straße aus auf die Zillestaße nicht mehr möglich. © Britta Linnhoff
Nächster Bauabschnitt

Baustelle am Hombruchsfeld: Neue Sperrung sorgt für Verkehrschaos

Es ist die nächste Stufe des Umbaus am Hombruchsfeld: Seit Mittwoch (13.10.) ist die Zufahrt zur Zillestraße in einer Richtung gesperrt. Unzählige Autofahrer standen vor den Schranken.

Man kann sich schon gar nicht mehr erinnern, wann es eigentlich mit den vielen Baustellen losging am Hombruchsfeld. Leitungen unter- und oberirdisch wurden verlegt, Rohre erneuert, Abschnitte gesperrt und umgebaut.

Seit Mittwoch (13.10.) hat ein neues Kapitel am Hombruchsfeld begonnen: Nun ist die Zufahrt von der Seite Löttringhauser Straße aus auf die Zillestraße nicht mehr möglich. Die Sperrung ist zwar ausgeschildert, aber Autofahrer standen dennoch im Minutentakt vor den Absperrungen und zeigten sich überrascht. Auch zahlreiche Lkw kurbelten am Lenkrad, um zu wenden.

Das nächste unfreiwillige Wendemanöver. Die Autos kamen im Minutentakt.
Das nächste unfreiwillige Wendemanöver. Die Autos kamen im Minutentakt. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Gerade diese Lkw treiben den Anwohner Burkhard Gschwind um. Lange hat der Hombrucher gegen die geplante neue Fahrbahnbreite von 4,50 Metern hier am Hombruchsfeld zwischen Stockumer Straße und Lütgenholthauser Straße gekämpft.

Lkw brauchen einen anderen Weg

Der politische Kampf ist verloren, obwohl Burkhard Gschwind noch immer nicht verstehen kann, warum auf dieser Straße, wo zahlreiche Kinder und Jugendliche zu Fuß, per Bus oder mit dem Rad zur Schule unterwegs sind, jetzt so gebaut wird. Er hält das alles für viel zu gefährlich.

Nichts geht mehr: Seit 13. Oktober ist dieses Stück Am Hombruchsfeld in Richtung Zillestraße gesperrt.
Nichts geht mehr: Seit dem 13. Oktober ist dieses Stück Am Hombruchsfeld in Richtung Zillestraße gesperrt. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Auch das Hombruchsfeld zwischen Lütgenholthauser Straße und Zillestraße soll die Breite von 4,50 Meter bekommen. Und das, so klagt Gschwind, obwohl hier zahlreiche Lkw aus dem benachbarten Gewerbegebiet Kieferstraße unterwegs sind. „Die können doch“, sagt der Hombrucher, „bei Gegenverkehr nur auf den Radweg ausweichen. Wie soll das sonst gehen? Und dann?“

Der Hombrucher hat einen Vorschlag, wie zumindest die großen Autos hier wegzukriegen wäre. Die könnten aus seiner Sicht problemlos über die Kieferstraße und Luisenglück zur Stockumer Straße geleitet werden. Einzig und allein auf Höhe des Lidl-Marktes / Kuntzestraße gäbe es Probleme.

Aber die seien zu lösen, wenn man dort die eingezeichneten Parkbuchten wegnehme. Er habe seinen Vorschlag dem Tiefbauamt der Stadt unterbreitet. Der sei aber abgelehnt worden. Eine Begründung habe man ihm nicht mitgeteilt.

Das aus Sicht des Hombruchs derzeit problematische Stück in der Kieferstraße könnte durch den Wegfall der Parkbuchten gelöst werden.
Das aus Sicht des Hombruchers derzeit problematische Stück in der Kieferstraße könnte durch den Wegfall der Parkbuchten gelöst werden. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Seine vorgeschlagene Strecke hält Burkhard Gschwind dennoch in jedem Fall für die bessere Alternative für den Schwerlastverkehr. „Dahinten sind keine Kinder unterwegs“, erklärt er. Das ändert allerdings nichts an seiner grundsätzlichen Ablehnung der Umbaupläne. Aber mit diesem Vorschlag wäre wenigstens der Schwerlastverkehr weg vom Hombruchsfeld.

Endgültig fertig werden sollen die Großbaustelle in knapp einem Jahr

Gearbeitet wird übrigens in Bauabschnitten, die zwischen 50 und 80 Metern lang sind. Nun also ist der Abschnitt zwischen Lütgenholthauser Straße und Zillestraße dran. Betroffen von der Sperrung, die voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern soll, ist auch die Buslinie 447. Der Bus fährt Richtung Hacheney eine Umleitung über Gablonz-, Harkort- und Zillestraße. Einige Haltestelle entfallen.

Die Fertigstellung ist für September 2022 geplant. Die Baukosten werden voraussichtlich 4 Millionen Euro betragen.

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Britta Linnhoff